04:12 17 November 2019
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    Bitcoin-Jackpot: Dieses Land kann nun ein Fünftel seiner Staatsschulden tilgen

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    Bulgarien gilt als eines der ärmsten Länder der EU. Doch das könnte sich bald ändern: Das Balkanland sitzt nämlich auf Hunderttausenden Bitcoins, die bei einer Anti-Korruptions-Operation beschlagnahmt wurden. Insgesamt liegt ihr Wert bei 3,3 Milliarden Euro. Damit kann Bulgarien ein Fünftel seiner Staatsschulden tilgen.

    Dutzende Menschen waren laut der Nachrichtenwebseite „ZeroHedge“ im vergangenen Mai im Zusammenhang mit Zollbetrug festgenommen worden. Bei den Festgenommenen soll es sich um eine organisierte kriminelle Bande gehandelt haben, zu der bulgarische Staatsbürger gehörten, die angeblich Kontakte nach Mazedonien, Griechenland, Rumänien und Serbien hatten.

    Die Verdächtigten sollen die Computer der bulgarischen Zollbehörde gehackt haben, damit bestimmte Personen keine Einfuhrzölle mehr zahlen mussten. Die Polizei konfiszierte bei dem Einsatz 213.519 Bitcoins, die damals 500.000 Millionen wert waren.

    Sollten die bulgarischen Behörden die Bitcoins nun verkaufen, würde das Land auf einen Schlag 20 Prozent seiner Staatsschulden begleichen können.

    Doch ganz so einfach ist es nicht: Bulgarien könnte einen Kurseinbruch verursachen, wenn es eine solche Menge in kurzer Zeit verkaufen würde. Zudem bleibt offen, ob die bulgarischen Behörden auch die Passwörter und Wallet-Daten der Betrüger erfahren konnten, die sie zum Verkauf der Bitcoins benötigen.

     

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    Tags:
    Bitcoin, Staatsschulden, Wirtschaft, Balkan, Bulgarien