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    Russland-Sanktionen: Deutschland schultert Hauptlast – FAZ

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    Wirtschaft
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    Die Anti-Russland-Sanktionen verhängt hat der Westen gemeinsam, angeführt von den USA und Großbritannien. Für die Folgen aber steht vor allem Deutschland gerade, wie die „FAZ“ berichtet.

    Knapp 38 Milliarden Euro – so groß waren die Exportverluste westlicher Länder durch die Anti-Russland-Sanktionen allein in 2015. Den allergrößten Teil davon, rund 90 Prozent, trugen die EU-Länder, schreibt das Blatt unter Berufung das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW).

    Den Großteil dieser Verluste schultert wiederrum die deutsche Wirtschaft: „Deutschland trägt fast 40 Prozent des verlorenen Handels im Westen, während andere große geopolitische Akteure wie das Vereinigte Königreich (7,9 Prozent), Frankreich (4,1 Prozent) und die Vereinigten Staaten (0,6 Prozent) weitaus weniger betroffen sind“, heißt es in einer noch unveröffentlichten Studie des IfW, wie die Zeitung „Rheinische Post“ laut der „FAZ“ am Donnerstag berichtet.

    Demnach verliert die deutsche Wirtschaft im Export durchschnittlich rund 618 Millionen Euro pro Monat – im Vergleich zu einem „Szenario ohne Sanktionen“, schreibt die „FAZ“.

    Die EU hat 2014 Sanktionen gegen Russland verhängt, die gegen Einzelpersonen, Organisationen und Teile der russischen Wirtschaft gerichtet sind.

     

     

     

     

     

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    Tags:
    Einmischung, Unternehmen, Studie, Verluste, Handel, Export, Sanktionen, Westen, Deutschland, Russland
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