04:33 17 November 2019
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    Dollar-Symbol auf einem Bildschirm in Moskau

    US-Dollar: schlechteste Währung des Jahres – geht es noch weiter bergab? – FT

    © Sputnik / Natalia Seliwerstowa
    Wirtschaft
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    Die lang ersehnte Erholung des US-Dollars ist auch 2017 nicht eingetreten, schreibt die Zeitung „The Financial Times“. Bilal Hafeez, Analytiker der Nomura Bank, kommentierte das weitere Schicksal der US-Währung gegenüber dem Blatt.

    Die Zeitung weist darauf hin, dass die erhöhten US-Dollar-Kurse, die während der Amtseinführung des US-Präsidenten Donald Trump zu beobachten waren, auch bislang als der Höchststand dieses Jahres festzustellen sind.

    Laut Hafeez wird sich der Kurs des US-Dollars auch 2018 „abwärts, abwärts und abwärts bewegen". Im laufenden Jahr sei der US-Dollar zu der zweitschlechtesten Währung geworden (innerhalb eines Jahres verlor die US-Währung acht Prozent ihres Wertes gegenüber den anderen Währungen — Anm. d. Red.) — schlechter geht es lediglich dem Neuseeland-Dollar.

    Obwohl einige Experten die Erstarkung der US-Währung angesichts der von Donald Trump eingeführten Steuermaßnahmen erwarten würden, würden sich die Vertreter der Nomura Bank pessimistisch gegenüber dem US-Dollar zeigen, so Hafeez. Denn der US-Dollar habe zum Jahresbeginn 2017 einen mehrjährigen Abwärtstrend gestartet.

    Diese Entwicklung sei auf das Wachstum des US-Dollar-Außenwertes in der Zeit zwischen 2011 und 2016 zurückzuführen, so der Experte. Damals sei die US-Währung um 40 Prozent gestiegen, und dieser Wachstum habe die Zunahme der kurzfristigen Renditen wesentlich überholt.

    Die EZB und die Bank of Japan hätten zwar die US-amerikanische Währung mit ihrer milden Politik seit Jahren unterstützt, nun würden sie ihre „unkonventionellen Maßnahmen zurückfahren", sagte Hafeez. Vor diesem Hintergrund könne der Euro-Kurs 2018 gegenüber dem US-Dollar den Wert von 1,3 erreichen oder sogar noch weiter steigen.

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    Tags:
    US-Dollar, Financial Times, Europäische Zentralbank (EZB), USA