13:04 15 August 2018
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    Bundesbank nennt Summe deutscher Investitionen in Russland

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    Wirtschaft
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    Deutsche Geschäftsleute haben in den ersten drei Monaten des scheidenden Jahres nach Angaben der Bundesbank 2,2 Milliarden Euro in Russland investiert. Das sei die höchste Zahl seit Beginn der Wirtschaftskrise 2014, sagte der Vorstandschef der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) in Moskau, Matthias Schepp.

    „Die befragten Unternehmen kündigten auch höhere Investitionen an als im laufenden Jahr. „Gut möglich, dass die deutschen Russland-Investitionen 2018 deshalb noch höher ausfallen als 2017“, sagte Schepp.

    Einer AHK-Umfrage zufolge sehen die deutschen Unternehmen in Russland ihre Geschäftsaussichten für 2018 trotz zahlreicher Probleme vorsichtig optimistisch. Ihre wirtschaftliche Entwicklung beurteilen 71 Prozent als stabil, über 60 Prozent verzeichneten in diesem Jahr ein Umsatzplus.

    Die russische Wirtschaft war wegen fehlender Reformen über Jahre in die Krise gerutscht, die dann durch den niedrigen Ölpreis und die Sanktionen im Ukraine-Konflikt von 2014 verschärft wurde. Erst in diesem Jahr verzeichnet Russland wieder ein Wirtschaftswachstum.

    Als größte Hindernisse für ihr Geschäft in Russland werten die deutschen Firmen weiterhin Bürokratie, schwankende Wechselkurse, Protektionismus und die gegenseitigen Sanktionen. Im Februar will die US-Regierung über eine Verschärfung der Strafmaßnahmen entscheiden. Für 2018 erwartet die russische Regierung ein BIP-Wachstum um etwa drei Prozent.

     

    Tags:
    Aussichten, Investitionen, Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK), Bundesbank, Matthias Schepp, Deutschland, Russland
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