20:36 03 August 2020
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    Der russische Gasmonopolist Gazprom hat im vergangenen Jahr mit 470,8 Milliarden Kubikmeter um 12,3 Prozent mehr Gas gewonnen als 2016. Das geht aus einer auf der Basis operativer Daten von Gazprom und der Dispatchingzentrale für Energiewirtschaft am Dienstag veröffentlichten vorläufigen Expertenprognose hervor.

    Gazprom-Vorstandschef Alexej Miller hatte Ende November Präsident Wladimir Putin versprochen, 2017 mindestens 470 Milliarden Kubikmeter Gas zu gewinnen. Im Laufe des Jahres nahm die Förderung in beachtlichem Tempo zu und erreichte mit plus 37 Prozent im Juni einen Höhepunkt. Allerdings wurde im November und Dezember im Jahresvergleich ein Minus von entsprechend 6,3 Prozent bzw. sechs Prozent registriert.

    Experten führten den Trend vor allem auf warmes Wetter zurück: Im November und Dezember lagen die tagesdurchschnittlichen Temperaturen um etwa fünf Grad Celsius über dem Stand der letzten beiden Monate 2016. Zudem sah sich Gazprom gezwungen, die Gasgewinnung im November und Dezember wegen einer höheren Fördersteuer leicht zu drosseln.

    Zu den positiven Faktoren zählten 2017 auf etwa 194 Milliarden Kubikmeter gestiegene Gasausfuhren, nachdem europäische Länder ihre Kraftwerke verstärkt von Kohle auf Gas umgestellt hatten. Höhere Lieferungen von Gazprom-Gas wurden angesichts der zurückgegangenen Förderung durch unabhängige Produzenten auch auf dem Inlandsmarkt registriert.

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    Tags:
    Gasausfuhren, Gas, Gazprom, Alexej Miller, Russland