00:44 18 Januar 2018
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    Ukrainische Saisonarbeiter in der EU

    Wegen Wirtschaftsmigration aus Ukraine: Lohndumping im Baltikum befürchtet

    © AFP 2018/ JANEK SKARZYNSKI
    Wirtschaft
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    Die Wirtschaftsmigration aus der Ukraine nimmt auch im Baltikum immer größere Ausmaße an. Wie die TV-Anstalt RT nun mit Verweis auf die baltische Nachrichtenagentur Delfi berichtet, betrachten einige Analysten die Migration der Ukrainer als eine Gefahr für die heimischen Löhne.

    Laut der Agentur haben im Jahr 2017 rund 20.000 Ukrainer die Arbeits- bzw. Aufenthaltsgenehmigung in Litauen bekommen. Was sich nach nicht allzu viel anhören mag, ist für das kleine Land eine ernstzunehmende Herausforderung – schließlich kamen laut der örtlichen Migrationsbehörde im Jahr davor nur 10.000 Migranten aus der Ukraine ins Land.

    Die Steigerung beträgt somit innerhalb eines Jahres 100 Prozent.

    Wie die Nachrichtenagentur hervorhebt, hat das Migrationsdepartement dabei insgesamt etwa 34.500 Immigranten gezählt – die Ukrainer hätten somit deutlich über die Hälfte der gesamten Migration in das Land ausgemacht.

    In erster Linie seien Faktoren wie bei Weitem höhere Löhne oder vereinfachte Bedingungen für die Arbeitsaufnahme anziehend.

    Laut RT fällt die Reaktion von Experten darauf durchaus unterschiedlich aus. Einige bewerten demnach diese Immigration positiv, da schließlich viele junge Litauer das Land verlassen und in andere EU-Länder umziehen würden. Dadurch ergebe sich ein Fachkräftemangel, dem nun durch ukrainische Arbeitskräfte abgeholfen werden könnte.

    Andere sehen die Situation deutlich kritischer. Der Zufluss billiger Arbeitskräfte aus der Ukraine werde sich negativ auf die Lohnbildung des kleinen baltischen Staates auswirken, sind viele Experten überzeugt. Vor allem befürchten sie einen Wachstumsstopp der Löhne.

    Nach Angaben von Delfi arbeiten Ukrainer in Litauen am häufigsten als Fernfahrer, Schweißer, Schiffsmontage-Arbeiter und Bauarbeiter.

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    Tags:
    Wirtschaftsmigranten, Löhne, DELFI (Nachrichtenagentur), RT, EU, Baltikum, Litauen, Ukraine