08:20 20 Januar 2018
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    LNG-Tanker Christophe de Margerie, der bei Jamal LNG eingesetzt ist (Archivbild)

    Russland wärmt USA mit sibirischem Gas

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    Russisches Flüssigerdgas wird am 22. Januar nach Boston geliefert. Dies berichtet die russische Zeitung „Kommersant“ unter Berufung auf Händler. Grund sei der drastische Anstieg der Gaspreise an der Ostküste der USA.

    Der Tanker „Gaselys“ des französischen Unternehmens Engie soll die Flüssigerdgas-Sendung des vom zweitgrößten russischen Gaskonzern Nowatek betriebenen Flüssiggasprojekts „Jamal LNG“ aus Großbritannien nach Boston liefern. Das russische Flüssiggas war am 28. Dezember mit dem Eisbrecher-Tanker „Christophe de Margerie“ nach England gebracht worden.

    Diese Lieferung läuft der Strategie der Entwicklung des US-Marktes, gemäß der die USA ein großer Flüssigerdgas-Exporteur werden sollten, absolut zuwider. Wegen des drastischen Anstiegs der Gaspreise an der Ostküste des Landes war Washington aber gezwungen, so das Blatt, Gas beim französischen Konzern Engie einzukaufen. Wegen des Schneesturms im Nordosten der USA stiegen die Preise gar bis auf 6300 Dollar pro 1000 Kubikmeter Gas an.

    Nach Informationen der Zeitung war das Gas zunächst bei der russischen Struktureinheit der malaysischen Petronas gekauft und dann weiter veräußert worden. Unter Berufung auf Branchenexperten betont „Kommersant“ aber, dass die Lieferung des russischen Flüssiggases kaum zu einer Tendenz werden würde. Diese Tatsache zeuge schlichtweg davon, dass der Gasmarkt wirklich ein globaler wird.

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    Konzern, Flüssiggas, Tanker, Experten, Lieferung, Kauf, Preis, Preisanstieg, Schneesturm, Markt, Jamal-LNG, Boston, Großbritannien, USA, Russland
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