21:41 19 Juli 2018
SNA Radio
    Bau der Nord Stream 2 Pipeline (Archivbild)

    Norwegen steigt indirekt ins Gasprojekt Nord Stream 2 ein

    © Foto : Nord Stream 2/ Axel Schmidt
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    61726

    Die OOO Kvaerner – russischer Ableger des norwegischen Konzerns Kvaerner – wird für die künftige Gaspipeline Nord Stream 2 Bodenobjekte an der russischen Küste bauen, berichtet die Zeitung „Aftenposten“.

    Ein Ende Dezember 2017 mit dem im schweizerischen Zug eingetragenen Projektbetreiber Nord Stream 2 unterzeichneter Vertrag habe einen Wert von 600 Millionen Norwegischen Kronen (72 Millionen US-Dollar). Demnach werde Kvaerner Kammern für Reinigungsanlagen, eine etwa zwei Kilometer lange Festland-Pipeline und Verwaltungsgebäude bauen. Der Vertrag werde in Kooperation mit örtlichen Auftragnehmern und internationalen Lieferanten umgesetzt, hieß es.

    Unter den Partnern sind das Unternehmen Mezhregiontruboprovodstroi (MRTS), das Joint Venture Van Oord-Boskalis, die OOO STEP, die OOO Gazprom Projektierung und die OOO Svarog.

    Röhren für die Gaspipeline Nord Stream 2
    © Sputnik / Sergey Guneev
    Röhren für die Gaspipeline Nord Stream 2

    Kvaerner gehört zur Aker Kvaerner Holding, an der das Ministerium für Handel, Industrie und Fischerei Norwegens 30 Prozent der Anteile hält. Somit steigt Norwegen indirekt in dieses für Europa wichtige Projekt ein. Beim Bau der Leitung verfolgt der russische Gasmonopolist Gazprom das Ziel, Transitländer wie die Ukraine zu umgehen und die Sicherheit der Gaslieferungen somit zu erhöhen.

     

    Zum Thema:

    Nord Stream 2: finanzielle Verpflichtungen erfüllt – Gazprom-Chef
    Gespaltene Pipeline-Politik: Berlin will Nord Stream 2 in Kiews Interesse
    So wollen die USA Nord Stream 2 abwürgen
    Kontroverse um Nord Stream 2: Poroschenko und Duda stellen sich quer
    Nord Stream 2: Deutschland erteilt erste Teilgenehmigung
    Tags:
    Bau, Einstieg, Infrastruktur, Nord Stream 2, Kvaerner, Norwegen
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren