08:29 25 Februar 2018
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    Börse, New York (Archiv)

    Russland leiht USA 106 Milliarden Dollar

    © AP Photo/ Richard Drew
    Wirtschaft
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    Russlands Zentralbank hat ihre Investitionen in US-Bundesschatzbriefe – sogenannte Treasuries – aufgestockt: Im November 2017 kaufte die russische Zentralbank Treasuries für rund 106 Milliarden US-Dollar – 700 Millionen Dollar mehr als im Vormonat. Dies berichtet das Portal „Lenta.ru“ unter Berufung auf das US-Finanzministerium.

    Es ist bereits das zweite Mal in Folge, dass Russland mehr US-Schuldscheine kauft: Im September 2017 betrug das Schatzbrief-Portfolio der russischen Zentralbank 103,9 Milliarden, im Oktober dann schon 105 Milliarden – und im November eine weitere Erhöhung um 700 Millionen Dollar.

    Auch im Jahresvergleich hat Russland mehr in die Treasuries investiert, nämlich ganze 22 Prozent.

    In der Liste der Länder, die die US-amerikanischen Schatzbriefe halten, liegt Russland laut dem Portal auf Platz 15. Die Top-3 sind China mit 1,17 Billionen, Japan mit rund einer Billion und Irland mit 328,7 Milliarden Dollar.

    Die Agentur „Reuters“ berichtete im Juni letzten Jahres laut dem Portal, dass die Notenbank der USA vertrauliche Informationen über die Einlagen ausländischer Zentralbanken – auch der russischen Notenbank – an die US-Behörden weitergibt.

    Gleich nachdem Washington im März 2014 Sanktionen gegen mehrere russische Geschäftsleute verhängt hatte, verkaufte die russische Zentralbank Treasuries im Wert von 115 Milliarden Dollar an die Federal Reserve der USA zurück.

    Zum Thema:

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    Tags:
    Kauf, Schulden, Dollar, US-Notenbank FED, Russland, USA
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