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    Ein Gastanker (Archivbild)

    Erster Tanker mit russischem Gas für USA kehrt auf halbem Wege um

    © Sputnik / Sergey Guneev
    Wirtschaft
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    Der Tanker „Gaselys“ des französischen Unternehmens Engie, der angeblich russisches Gas nach Boston liefern sollte, hat mitten im atlantischen Ozean eine 180-Grad-Wende gemacht und fährt gen Spanien, berichtet Bloomberg unter Berufung auf ein Schiffsradar-Portal.

    Der Tanker befinde sich somit auf dem Kurs zu dem Hafen der Stadt Algeciras nahe dem Gibraltar. 

    Zuvor war berichtet worden, dass der Tanker „Gaselys“ des französischen Unternehmens Engie die Flüssigerdgas-Sendung des vom zweitgrößten russischen Gaskonzern Nowatek betriebenen Flüssiggasprojekts „Jamal LNG“ aus Großbritannien nach Boston liefern sollte. Das russische Flüssiggas war am 28. Dezember mit dem Eisbrecher-Tanker „Christophe de Margerie“ nach England gebracht worden.

    LNG-Tanker Christophe de Margerie, der bei Jamal LNG eingesetzt ist (Archivbild)
    © Sputnik / Alexey Druschinin

    Wegen des drastischen Anstiegs der Gaspreise an der Ostküste des Landes war Washington aber gezwungen, so diverse Medien, Gas beim französischen Konzern Engie einzukaufen. Aufgrund des Schneesturms im Nordosten der USA stiegen demnach die Preise gar bis auf 6300 Dollar pro 1000 Kubikmeter Gas an.

    Diese Lieferung würde der Strategie der Entwicklung des US-Marktes, gemäß der die USA ein großer Flüssigerdgas-Exporteur werden sollten, absolut zuwiderlaufen.

    Tags:
    Gaskonzern, Gastanker, Flüssiggas, Tanker, LNG, Gas, Nowatek, Washington, Gibraltar, Algeciras, Boston, USA, Russland
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