18:00 25 April 2018
SNA Radio
    Bau der Gaspipeline Nord Stream im Gebiet Leningrad (Archivbild)

    Nord Stream 2 im Leningrader Gebiet: Umwelt und Soziales sind vorrangig

    © Sputnik / Igor Samoylow
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    Natalia Pawlowa
    4661

    Die Nord Stream 2 AG und die Region Leningrad haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Dabei handelt es sich um Umwelt- und Sozialinitiativen im Leningrader Gebiet, wo die Route verlaufen soll. Im Sputnik-Gespräch definiert Dirk von Ameln, Chefberater des CEO von Nord-Stream 2 AG, was die vom Unternehmen entwickelte Strategie bedeutet.

    Umweltschutz und Entwicklung der sozialen Infrastruktur sind vorrangige Kooperationsbereiche, hieß es.

    „Wir machen das vor dem Hintergrund unseres Projektes. Wenn dieses Projekt in Kingisepp, dem russischen Projektgebiet der Region Leningrad, angelandet sein wird, werden wir als Nord Stream 2 viele Jahre Nachbar der Menschen sein, die dort leben. Das bedeutet für uns, dass wir bestrebt sind, am Ende etwas Positives zu hinterlassen. Wir wollen nicht nur neutral bleiben, sondern wir wollen einen positiven Fußabdruck hinterlassen. Das betrifft sowohl die Umwelt als auch das soziale Umfeld, in dem wir uns in der Region bewegen“, so Dirk von Ameln.

    Das Unternehmen entwickelt eine Gaspipeline, die russisches Erdgas durch die Ostsee auf den Europäischen Markt liefern wird. Die Strategie der AG besteht dabei aus vier Blöcken. Einer davon ist die Verbesserung der Biodiversität in der Region, insbesondere im Naturschutzgebiet Kurgalsy. Erreicht werden soll dieses Ziel in Zusammenarbeit mit Ortseinwohnern, mit der Verwaltung und mit Umweltverbänden in der Region.

    Einige Probleme seien schon angegangen, betont von Ameln. Die Unterstützung eines wissenschaftlichen Projekts zur telemetrischen Untersuchung der Ringelrobbe in der Ostsee und der Erhalt der Artenvielfalt im Naturschutzgebiet Kurgalsky, wo die Pipeline verlaufen soll, sind Teil des Komplexprogramms von Nord Stream 2.

    Laut dem Chefberater des CEO seien als Maßnahmen zur Verbesserung der sozialen Infrastruktur die Verbesserung der medizinischen Vorsorge und Umweltbildung sowie die Organisierung von Studentenaustauschen geplant. Die Initiative des Unternehmens wurde in der Bevölkerung positiv aufgenommen.

    „Wir verfolgen ganz klar die Strategie, die Dinge, die wir machen, im Einklang mit den Menschen zu tun. Wir entwickeln sie gemeinschaftlich, damit wir sicherstellen können, dass diese Dinge Akzeptanz finden können und auch nachhaltig und langfristig betrieben werden. Unsere Zielstellung ist es, die betroffenen Menschen mit an Bord zu bekommen.“

    Alle Maßnahmen, die Nord Stream 2 im Gebiet Kurgalsky betreiben will, sollen eine staatliche Genehmigung erhalten, betont Dirk von Ameln.

    Das komplette Interview zum Nachhören:

    Zum Thema:

    Gegen Nord Stream 2: Polen will seine eigene Gaspipeline bauen
    Merkel versichert: Nord Stream 2 stellt keine Gefahr dar
    SPD-Politiker befürwortet Gasprojekt Nord Stream 2
    Nord Stream 2 AG erwartet Baugenehmigung von Deutschland
    Tags:
    Umweltschutz, Nord Stream 2, Gazprom, Gebiet Leningrad, Europa, Deutschland, Russland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren