19:07 20 Juni 2018
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    Prodkution von Röhren für Gaspipeline Nord Stream 2 (Archivbild)

    Nord Stream 2: OMV bleibt Russland treu

    © Sputnik / Sergej Guneew
    Wirtschaft
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    OMV will trotz Sanktionen dem russischen Markt die Treue halten. Das geht aus der Strategie des österreichischen Ölkonzerns hervor, die von Konzernchef Rainer Seele am Dienstag in London vorgestellt worden ist.

    „Wir stehen dazu“, erklärte Vorstandschef Seele in London laut „Ostexperte“. Zwar hänge die Strategie des Konzerns nicht vom Bau der Verbindung ab, jedoch sei sie ein essentieller Baustein zur Sicherung der europäischen Energieversorgung. Neben Wintershall, Engie, Uniper und Shell ist OMV einer der wichtigsten Geldgeber für Nord Stream 2.

    „Jede neue Kapazität führt zu mehr Energiesicherheit in Europa und stärkt den Wettbewerb“, erklärte Seele weiter. Bereits 324 Millionen Euro investierte der Konzern in die Pipeline.

    Darüber hinaus soll die Partnerschaft mit dem russischen Energieriesen Gazprom weiter ausgebaut werden. 2016 hatten beide Unternehmen einen groß angelegten Austausch von Anteilen vereinbart. OMV soll eine knapp 25-prozentige Beteiligung am westsibirischen Ölfeld Urengoi erhalten. Im Gegenzug soll Gazprom einen 38,5-prozentigen Anteil an der norwegischen OMV-Tochter Norge und somit Zugang zu Nordseeöl erhalten.

     

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    Tags:
    Pressekonferenz, Zugang, Ölfelder, Beteiligung, Austausch, Partnerschaft, Pipeline, Wettbewerb, Kapazitäten, Energieversorgung, Projekt, Sanktionen, Dokument, Strategie, Ölkonzern, Energiesicherheit, Nord Stream 2, Wintershall, BASF, Gazprom, OMV, Rainer Seele, Mario Mehren, Ostsee, Europa, Deutschland, Naher Osten, Nordsee, London, Österreich, Russland
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