03:11 22 Juli 2018
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    „Übler Präzedenzfall“: China antwortet auf Trumps Strafzölle

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    Wirtschaft
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    US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag ein Memorandum „gegen die unfairen Handelspraktiken Chinas“ unterzeichnet, das milliardenschwere Strafzölle auf Produkte aus China vorsieht. Peking zeigt sich nun zur Vertretung seiner rechtmäßigen Interessen bereit.

    Die Einführung restriktiver Handelsmaßnahmen gegen China seitens der USA sei ein „übler Präzedenzfall“, der in niemandes Interesse sei und ein klassisches Beispiel für „einseitigen Protektionismus” darstelle, hieß es in der offiziellen  Erklärung des Ministeriums für Kommerz der Volksrepublik China.

    Laut dem Dokument entspricht das Vorgehen der USA weder Chinas, noch US-Interessen und auch nicht den Interessen der ganzen Weltgemeinschaft. „Auf jeden Fall wird China nicht gleichgültig zusehen, wie seine legitimen Interessen verletzt werden. Wir sind bereits vollkommen darauf vorbereitet, unsere Interessen entschlossen zu verteidigen”, teilte die Behörde mit.

    „Die USA ignorieren Chinas Bemühungen zum Schutz der Rechte auf geistiges Eigentum sowie die WTO-Prinzipien und handeln ohne Rücksicht auf die Meinungen anderer. Dies ist ein klassisches Beispiel für einseitigen Protektionismus und in diesem Zusammenhang reagiert China mit starkem Protest”, bestätigte ein Sprecher des Ministeriums.

    „Wir hoffen, dass die USA sich eines Besseren besinnen, bevor es zu spät ist, ihre Politik sorgfältig überlegen und die bilateralen Handels- und Wirtschaftsbeziehungen nicht in eine gefährliche Situation treiben”, fügte er hinzu.

    Das Memorandum „gegen die unfairen Handelspraktiken Chinas“ soll die Ausarbeitung von Zöllen und anderen Maßnahmen in einem Umfang von bis zu 60 Milliarden US-Dollar vorsehen.

    Außerdem forderte Trump von dem US-Handelsbeauftragten, Robert Lighthizer, die Vorlage einer Liste der von den Strafmaßnahmen betroffenen chinesischen Waren binnen 15 Tagen sowie die Einreichung einer Klage gegen China bei der Welthandelsorganisation (WTO) wegen Lizenz-Verletzungen.


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    Tags:
    Gegenmaßnahmen, Strafzölle, Handelskrieg, WTO, Xi Jinping, Donald Trump, China, USA
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