00:57 27 April 2018
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    Goldförderung von Petropavlovsk (Archiv)

    Goldförderer Petropavlovsk 2017 mit zwei Prozent EBITDA-Rückgang

    © Sputnik / Igor Ageenko
    Wirtschaft
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    Die Goldbergbauallianz Petropavlovsk hat bei ihrem nach IFRS kalkulierten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 2017 einen Rückgang um zwei Prozent auf 196,8 Millionen US-Dollar verzeichnet von 200,1 Millionen Dollar im Vorjahr.

    Nach jüngsten Unternehmensangaben wuchsen die Umsatzerlöse um neun Prozent auf 587,4 Millionen Dollar. Verkauft wurden 439.800 Unzen Gold. Davon entfielen 212.500 Unzen auf Terminverträge. Deren zusätzlicher Beitrag zum Umsatz 2017 machte plus 0,8 Millionen Dollar aus gegenüber minus 8,5 Millionen Dollar vor Jahresfrist. Nach dem Stand zu Jahresbeginn liefen Absicherungsverträge für die Lieferung von 400 000 Unzen Gold zum Durchschnittspreis von 1.252 Dollar je Unze.

    Der Jahresüberschuss von Petropavlovsk vergrößerte sich um 31 Prozent auf 41,5 Millionen Dollar, wobei das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit um 45 Prozent auf 111,9 Millionen Dollar wuchs. Die Nettoverschuldung verringerte sich 2017 um etwa zwei Prozent auf 585,1 Millionen Dollar. Das Unternehmen verwendete eine Euromarkt-Anleihe über 500 Millionen Dollar für die Tilgung von Sberbank-Krediten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Banken haben an der Gesamtverschuldung von Petropavlovsk aktuell einen Anteil von lediglich einem Prozent.

    Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich 2017 auf 124 Millionen Dollar mehr als verdreifacht. Dazu trug vor allem eine Reduzierung des Umlaufvermögens bei.

    Die Anlageinvestitionen (Capex) verdreifachten sich 2017 auf 88,1 Millionen Dollar. Hauptgrund war die Wiederaufnahme des Projekts für Druckoxidation (POX) mit Kosten von 33,2 Millionen Dollar. Weitere 8,1 Millionen Dollar wurden für neue Flotationskapazitäten der Mine Malomyr aufgewendet, die als eine der Rohstoffquellen für POX dienen soll. Die Anlageinvestitionen 2018 sind mit 105 Millionen Dollar geplant, davon 62 Millionen Dollar für POX. Die Gesamtinvestitionen des Unternehmens ins POX-Projekt beliefen sich Ende 2017 auf 233,4 Millionen Dollar in Barmitteln.

    Petropavlovsk bleibt bei den Plänen, die POX-Anlage im vierten Quartal 2018 in Betrieb zu nehmen, um damit bis Jahresende 30.000 Unzen Gold aus dem Konzentrat von Malomyr zu gewinnen. Zugleich wird die Möglichkeit geprüft, Konzentrat zu verkaufen, um vor dem Start der POX-Anlage Umsätze zu erzielen. Die Inbetriebnahme der Flotationskapazitäten bei Malomyr ist im zweiten Quartal geplant.

    Petropavlovsk fördert industriell Berggold in den im Gebiet Amur im Fernen Osten Russlands liegenden Minen Pokrowski, Pioner, Malomyr und Albyn und gehört zu den fünf führenden russischen Goldbergbauern. Größter Anteilseigner des an der Londoner Wertpapierbörse gehandelten Unternehmens ist derzeit der kasachische Geschäftsmann Kenes Rakischew mit 22,4 Prozent.

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