17:27 23 April 2018
SNA Radio
    Bau der Pipeline Nord Stream 2 (Archiv)

    EU-Kommission will Nord Stream 2 nicht unterstützen

    © Foto : Nord Stream 2/Axel Schmidt
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    356380

    Die Europäische Kommission wird das Projekt der Gaspipeline Nord Stream 2 nicht unterstützen, weil es zur „Diversifizierung der Gaslieferungen nach Europa“ nicht beiträgt. Dies teilte der Chef der Generaldirektion Energie in der EU-Kommission, Dominique Ristori, bei einem Briefing in Kiew am Freitag mit.

    „Wir denken, dass Nord Stream 2 nicht die Diversifizierung der Lieferungen sowie der Lieferwege fördert. Wenn die Pipeline gebaut wird, wird es vor allem von der EU und insbesondere von der Europäischen Kommission nicht unterstützt“, sagte Ristori.

    Zugleich aber betonte der EU-Politiker, dass hier von Sanktionen nicht die Rede sein könne.

    Wie Ristori ferner anmerkte, wird die Europäische Kommission  „alle Kanäle nutzen“ und die Bemühungen der Ukraine unterstützen, Gespräche über die Fortsetzung des Gastransits durch ihr Territorium nach 2019 zu führen.

    Die Lieferungen durch das ukrainische Territorium seien einerseits für Kiew, das davon Einkommen erziele, wichtig und andererseits auch für Europa notwendig, um die Gaswege zu diversifizieren, schloss der Politiker.

    Nord Stream 2 ist das Projekt einer Gaspipeline, die aus Russland über den Meeresgrund der Ostsee direkt nach Deutschland führt. Das Projekt wird von der Nord Stream 2 AG in die Tat umgesetzt. Der russische Gasgigant Gazprom verfügt über 51 Prozent der Aktienanteile dieser AG. Bis Ende 2019 soll die neue Pipeline in Betrieb genommen werden. Ihre Kapazität soll 55 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr erreichen.

    Zum Thema:

    Finnland gibt grünes Licht für Bau von Nord Stream 2
    „Business geht seinen Gang“: Genehmigungen für Nord Stream 2 in Deutschland
    „Die Situation ist sehr angespannt“: Amerika vs. Nord Stream 2
    Tags:
    Unterstützung, Bau, Gaslieferung, Nord Stream 2, EU, Russland, Ukraine
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren