20:12 16 Oktober 2018
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    Trump will trotz Handelskrieg mit China „Immer Freunde bleiben” mit Xi Jinping

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    Der Handelskonflikt zwischen den USA und China hat sich in letzter Zeit zugespitzt. Nach der Androhung zusätzlicher Zölle für chinesische Güter hat Peking mit harten Gegenmaßnahmen gedroht. Allerdings zeigt sich US-Präsident Donald Trump zuversichtlich, den Streit mit China ausfechten zu können. Dazu äußerte er sich am Sonntag via Twitter.

    „Ich und Chinas Präsident Xi Jinping werden immer Freunde bleiben, egal was im Handelsstreit passiert. China wird Handelshindernisse beseitigen, weil die das Richtige ist. Die Abgaben werden gegenseitig sein, eine Vereinbarung über geistiges Eigentum wird geschlossen. Eine große Zukunft für beide Länder!“, twitterte Trump am Sonntag.

    Laut einer Mitteilung des Weißen Hauses soll nun der Handelsbeauftragte Robert Lighthizer zusätzliche Sonderabgaben auf Importe aus China in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar  prüfen. Der Sprecher des chinesischen Ministeriums für Kommerz, Gao Feng, bezeichnete die diesbezügliche Anweisung von Trump als falschen Schritt.

    In einem Interview für den Sender NBC erklärte der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Peter Navarro, dass, obwohl die Drohungen gegen China ernst gemeint seien, die Strafmaßnahmen gegen China verhandelbar seien.

    „Wir gehen mit den  Zollentscheidungen sowie Investitionsbeschränkungen auf gemäßigte Weise vor“, sagte Navarro.

    „Was wir von China wollen, ist ganz klar. Wir wollen einen fairen und gegenseitigen Handel. Wir wollen, dass sie aufhören, unsere Sachen zu stehlen. Wir wollen, dass sie geistiges Eigentum schützen, statt es von uns zu stehlen”, betonte er.

    Am Mittwoch hat der Staatsrat Chinas beschlossen, 106 Warenarten aus US-Produktion, darunter Sojabohnen, Autos und Erzeugnisse der chemischen Industrie, mit Zöllen in Höhe von 25 Prozent zu belegen, teilte das Zentrale Fernsehen Chinas mit.

    In Folge dessen stürzte der Dow Jones am 2. April um zwischenzeitlich fast 700 Punkte ab. Besonders betroffen sind dabei die Aktien großer Industrieunternehmen, aber auch etwa Tesla und Amazon — der Börsenwert des Letzteren brach zeitweise um mehr als fünf Prozent ein.

    Die Händler an der Börse machten kein Geheimnis daraus, dass der Hauptgrund für die teils panischen Stimmungen der Aktionäre und der Trader der nun offen ausgetragene Handelskonflikt zwischen Peking und Washington sei.

    Daraufhin hat US-Präsident Donald Trump auf Twitter eingestanden, dass sein Land den Handelskrieg gegen China bereits vor vielen Jahren verloren habe, woraus das enorm große Handelsdefizit resultieren würde.

    Die US-Behörden hatten zuvor angekündigt, Importzölle von 25 Prozent auf 1300 Waren aus chinesischer Produktion einzuführen, darunter Kraftfahrzeuge, Lokomotiven, Schiffe, Werkzeugmaschinen, Telekommunikationsausrüstungen und medizinische Geräte. Damit soll laut Washington das entstandene Handelsdefizit ausgeglichen werden.

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    Tags:
    Strafzölle, geistiges Eigentum, Handelskrieg, Weißes Haus, Peter Navarro, Donald Trump, Xi Jinping, USA, China