03:04 24 April 2018
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    Bau der Nord Stream 2 Pipeline (Archivbild)

    Deutschlands Vorgehen ist „heftiger Schlag“ gegen Ukraine – ukrainischer Politiker

    © Foto : Nord Stream 2/ Axel Schmidt
    Wirtschaft
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    Laut dem Vorsitzenden der Werchowna Rada (ukrainisches Parlament), Andrej Parubij, sind die Genehmigungen für den Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 von Deutschland und von Finnland ein „heftiger Schlag“ gegen die Ukraine.

    Vor einigen Tagen erklärte Parubij, dies (die Baugenehmigung – Anm. d. Red.) sei ein Schlag gegen die Sicherheit der Ukraine, während ihre Soldaten an der Front sterben würden. 

    Der Politiker unterstrich, die Gaspipeline sei ein Faktor der Destabilisierung für die gesamte Region.

    Parubij zufolge wird sich die Ukraine um das Einfrieren des Projekts bemühen und den Bau von Nord Stream 2 nicht zulassen.  

    Am 12. April hatte Finnland die zweite Genehmigung für den Bau und den Betrieb der Gaspipeline Nord Stream 2 erteilt. 374 der 1220 Kilometer der Pipeline führen durch die finnische ausschließliche Wirtschaftszone in der Ostsee. 

    Am 27. März hatte Deutschland die Genehmigung für den Bau der Gaspipeline auf einer Strecke von 31 Kilometern auf dem Ostseeboden erteilt.

    Nord Stream 2 ist das Projekt einer Gaspipeline, die aus Russland über den Meeresgrund der Ostsee direkt nach Deutschland führt. Das Projekt wird von der Nord Stream 2 AG umgesetzt. Der russische Gasgigant Gazprom verfügt über 51 Prozent der Aktienanteile dieser AG. Bis Ende 2019 ist die Inbetriebnahme der Pipeline geplant. Ihre Kapazität soll 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr erreichen.

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    Tags:
    Inbetriebnahme, Kapazitäten, Betrieb, Projekt, Destabilisierung, Politiker, Front, Soldaten, Sicherheit, Schlag, Bau, Genehmigung, Gaspipeline, Nord Stream 2, Gazprom, Werchowna Rada, Andrej Parubij, Ostsee, Finnland, Ukraine, Deutschland