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09:46 14 Oktober 2019
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    Werkhalle von Kurganmaschsawod (Archivbild)

    Russlands einziger Schützenpanzer-Hersteller vor Bankrott?

    © Sputnik / Ewgenij Kusmin
    Wirtschaft
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    Der Technologiekonzern Rostec will den einzigen russischen Hersteller von Schützenpanzern – „Kurganmaschsawod“ – für Bankrott erklären. Grund sind rote Zahlen und versäumte Auftragsfristen.

    Eine entsprechende Ansprache hat der Konzernchef Sergej Tschemesow an den für die Rüstungsindustrie zuständigen Vize-Premier Dmitri Rogosin gerichtet. Laut Tschemesow ist der Hersteller im Vorjahr ins Minus geraten und muss nun Verluste im Wert von sieben Milliarden Rubel (umgerechnet rund 93 Millionen Euro) tragen. Außerdem hat der Produzent die Fristen bei Exportaufträgen versäumt. Und es zeichnen sich Probleme mit der Erfüllung des Staatsauftrags für 2018 ab. Rostec will nun den Hersteller mit dem Konstruktionsbüro für Gerätebau in Tula zusammenschließen lassen. 

    Im vergangenen Oktober hat die VEB, der Chefkreditor des Herstellers, beim Gericht eine Klage über die Anerkennung der Insolvenz von Kurganmashsawod eingereicht. Das Gericht beschloss, das Unternehmen unter Beobachtung zu stellen. Für die Eröffnung des Insolvenzverfahrens ist jedoch eine Entscheidung der Regierungskommission unter der Leitung von Rogosin erforderlich. 

    Kurganmashsawod wurde 1950 gegründet und stellt Schützenpanzer her, die neben der russischen Armee Streitkräfte aus knapp 30 Ländern der Welt nutzen. 

     

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    Tags:
    Insolvenz, Hersteller, Schützenpanzer, Bankrott, Rüstung, Kurganmashsawod, Rostec, Sergej Tschemesow, Dmitri Rogosin, Russland