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    Pflanzenöl (Symbolbild)

    Russe will umweltfreundliches „Nowitschok“ exportieren

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    Nach dem Giftskandal in Großbritannien hat ein russischer Farmer begonnen, Sonnenblumenöl mit dem Markennamen „Nowitschok“ zu vermarkten. Auf dem Etikett sind die Aufschrift „KGB der UdSSR“ und das Wappen des Geheimdienstes mit einem roten Stern, Hammer und Sichel zu sehen.

    Wie Farmer Alexej Jakuschew dem Nachrichtenportal life.ru sagte, hat in seiner Heimatregion Uljanowsk an der Wolga niemand Angst vor dem Öl mit dem berühmtberüchtigten Markennamen. Er habe eine Probepartie von etwa 1000 Flaschen des „Nowitschok“-Öls für eine Ausstellung in Uljanowsk produziert; es sei am 19. April in die Läden gekommen.

    „Wir haben keine große Nachfrage erwartet, aber die ganze Menge ist an einem einzigen Tag ausverkauft gewesen!“, so der Farmer.

    Jakuschew räumte ein, dass er bereit sei, das „Nowitschok“-Öl auch ins Ausland zu liefern. Mittlerweile sei das Produkt schon von Unternehmen aus Moskau, Samara, Uljanowsk und anderen Gebieten bestellt worden.

    Sollte Nachfrage nach dem Öl mit dem „giftigen“ Namen bestehen, plant Jakuschew, das Warenzeichen „Nowitschok“ anzumelden.

    „‘Nowitschok‘ ist ein Ökoprodukt. Wir bauen die Samen selbst an und produzieren selbst das Öl“, beteuerte der Farmer.

    Am 4. März waren der ehemalige GRU-Oberst Sergej Skripal und seine Tochter Julia im britischen Salisbury vergiftet worden. Nach Angaben der britischen Geheimdienste wurden die Skripals mit dem Nervengift A-234 vergiftet, in Großbritannien als „Nowitschok“ bekannt. London behauptet, dass in die Vergiftung der russische Staat verwickelt sei. Moskau weist die Vorwürfe entschieden zurück. Der OPCW ist es nicht gelungen, die Herkunft des Gifts festzustellen. Julia Skripal ist so gut wie genesen, ihr Vater bleibt jedoch im Krankenhaus.

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    Tags:
    Vergiftung, Landwirtschaft, Nowitschok, Öl, life.ru, Julia Skripal, Sergej Skripal, Uljanowsk, Großbritannien, Russland
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