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    Rusal (Symbolbild)

    „Autohersteller betroffen“: Deutscher Industrie droht Alu-Defizit

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    Wirtschaft
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    Die deutsche Industrie hat Grund, besorgt zu sein: Ihr droht nach „Spiegel“-Informationen eine gefährliche Knappheit an Aluminium. Schuld daran sind die jüngsten US-Sanktionen gegen Russland. Der Preis des Vorprodukts Aluminiumoxid soll innerhalb nur einer Woche um 26 Prozent gestiegen sein und sich damit einem Zwölf-Jahres-Hoch genähert haben.

    Die deutsche Industrie braucht Aluminium, ob für die Produktion von Autoteilen oder Fensterprofilen, so der „Spiegel“.  Dabei importiere Deutschland fast ein Drittel des Rohaluminiums aus Russland. Ein beträchtlicher Teil davon stamme von Rusal, dem größten Aluminium-Produzenten außerhalb Chinas.

    Zudem spiele eine Rusal-Tochter in Irland, das Unternehmen Aughinish Alumina, eine entscheidende Rolle im Markt. Sie sei „unverzichtbar für die Aluminiumoxid-Versorgung“ Europas, zitiert der „Spiegel“ aus einem Positionspapier der Wirtschaftsvereinigung Metalle.

    Der Verband soll gewarnt haben, dass die Sanktionen „in der gesamten Lieferkette zu spüren“ sein würden. Die Versorgungssicherheit und die Planbarkeit der Preisentwicklung sei nicht mehr sichergestellt: „Damit wären auch große Abnehmerbranchen wie die Automobilindustrie betroffen.“

    Der Verband fordere die Politik auf, schnell eine Lösung zu finden. Sonst würde „der ganze Wirtschaftsstandort Deutschland leiden“.

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    Tags:
    Auto, Industrie, Aluminium, Engpässe, Sanktionen, RusAl, USA, Russland, Deutschland