19:35 14 August 2018
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    Russlands PRäsident Wladimir Putin bei dem 11. Kongress der Leiter der russischen Hochschulenin Sankt Petersburg

    Putin legt Details zu Auswirkungen der Sanktionen offen

    © Sputnik / Alexej Danitschew
    Wirtschaft
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    Der russische Präsident Wladimir Putin hat die gegen Russland verhängten Sanktionen als einen Ansporn für die Entwicklung der Hochtechnologien gelobt. Gleichzeitig setzte er sich für das Heranziehen der russischen Großunternehmen zu wissenschaftlichen Forschungsprojekten ein.

    Das Zusammenwirken mit den russischen Großunternehmen, bei denen Hochtechnologien eingesetzt werden müssten, sei zwar schwierig, denn diese Unternehmen seien träge und würden lieber das, was sie bräuchten, im Ausland kaufen, sagte Putin vor dem Kongress in Sankt Petersburg, zu dem mehr als 500 Leiter von einheimischen und ausländischen Hochschulen zusammengekommen waren. Allerdings sei dieses Zusammenwirken notwendig.

    „Gottseidank helfen uns nun die Sanktionen: Nicht alles kann man kaufen, und man muss sein eigenes Gehirn einsetzen", so Putin. „Apropos, das funktioniert gut, nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch in den hochtechnologischen Industriebereichen. Aber das reicht nicht, das sind Anstöße von außen, sie können nicht zu einem generellen Entwicklungsansporn werden. Wir müssen interne Mechanismen schaffen", hob der russische Staatschef hervor.

    Einerseits sollten die russischen Großunternehmen die Möglichkeiten der einheimischen Wissenschaft und der Hochschulen begreifen, betonte Putin. Andererseits sollten auch die Wissenschaftler und die Hochschulen nicht träge sein: So sollten die Forscher „flexibler" werden und mehr an solchen Entwicklungen arbeiten, die in der Praxis anwendbar seien. „Die Kontakte zur Realwirtschaft müssen unbedingt hergestellt werden", sagte er.

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    Tags:
    Hightech, Realwirtschaft, Wissenschaft, Auswirkungen, Sanktionen, Hochtechnologien, Wladimir Putin, Russland
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