09:41 18 November 2018
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    Russlands Agrartechnik (Symbolbild)

    „Verlockende Waffen“: Russlands Agrartechnik erobert die Welt – Medien

    © Sputnik / Vitaliy Timkiv
    Wirtschaft
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    Laut statistischen Angaben ist das Exportvolumen von Russlands Agrartechnik wesentlich gestiegen. Zu diesem Interesse an der russischen Technik hat laut dem französischen Fachportal Farm-connexion einerseits die Entwicklung der Technologien und andererseits die ständige Präsenz von russischen Firmen auf den internationalen Märkten geführt.

    „Russland hat sich verlockende Waffen zugelegt“, schreibt das Portal.

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    Es beruft sich auf die Statistik der Russischen Assoziation für spezialisierte Technik (Rostselmasch). Demzufolge exportierte Russland im Jahr 2017 Agrartechnik für 7,9 Milliarden Rubel (104 Millionen Euro). Das sei im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 16 Prozent und im Vergleich zu 2015 um 36 Prozent.

    In den letzten fünf Jahren exportierte Russland Landtechnik in 47 Länder, teilte der stellvertretende Direktor der Assoziation, Denis Maximkin, gegenüber der Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ mit. Neben den Nachbarländern, wie die Mongolei oder die GUS-Staaten, wird beispielweise auch in den EU-Ländern und Kanada russische Technik gekauft.

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    „Einer der wichtigsten Gründe für den Zuwachs ist die objektive Qualitätsverbesserung russischer Agrarmaschinen und die Produktion neuer Serien. Allein im Jahr 2017 gingen mehr als 150 neue Modelle in Massenproduktion“, so Maximkin.

    Er betont außerdem die Rolle der Regierung, die den Transport der Waren und die Zertifizierung der Produktion auf Auslandsmärkten finanziell unterstützt sowie die Marketingausgaben teilweise kompensiert. Das schließt die Teilnahme an großen internationalen Messen und die Organisation gezielter Geschäftsmissionen ein.

    Den Erfolg seiner Agrotechnik im Ausland verdanke Russland auch dem niedrigen Wechselkurs sowie dem Klimawandel in Europa, meint der Marketingdirektor der Assoziation, Prochor Darmow.

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    „Das milde europäische Klima hat sich in den letzten Jahren verändert. (…) Und die Mähdrescher von Rostselmasch sind gerade für unterschiedliche, oft unvorhersehbare Wetterbedingungen in Russland, für die Arbeit auf Feldern aller Arten entwickelt worden. Deshalb nehmen ausländische Partner den Hersteller heute als Lieferanten universaler Varianten wahr“, äußerte der Marketingdirektor.

    Die Assoziation erwartet bis zum Jahr 2025 eine Erweiterung des Exports von Landmaschinentechnik auf 65 Länder und einen Anstieg des Ausfuhrvolumens auf 30 Milliarden Rubel (knapp 400 Millionen Euro).

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