06:57 20 August 2018
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    Lagerung der Rohre nahe dem Hafen Mukran (Archivbild)

    Mit Versprechen neuen EU-Deals: Trump versucht Merkel von Nord Stream 2 abzubringen

    © Foto: Nord Stream 2 / Axel Schmidt
    Wirtschaft
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    Der US-Präsident Donald Trump hat beim Treffen mit Angela Merkel im vorigen Monat ein neues Handelsabkommen mit der EU im Gegenzug für die Einstellung von Deutschlands Unterstützung der Pipeline Nord Stream 2 angeboten. Dies meldet der Nachrichtensender N-TV unter Berufung auf US-amerikanische und europäische Regierungsbeamte.

    Ohne diese Handelsregelung werde Europa bereits ab dem 1. Juni  mit US-Strafzöllen konfrontiert.

    Im März hatten die USA Strafzölle für Importe von Aluminium und Stahl im Umfang von zehn beziehungsweise 25 Prozent eingeführt. Allerdings setzte das Weiße Haus die Einführung der Zölle für die EU-Staaten sowie für einige andere Länder bis zum 1. Juni aus.

    Die Staatsführer von 28 EU-Ländern hatten die Situation am 16. Mai beim Gipfel in Sofia besprochen. Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, im Gegenzug für die Erhebung der US-Sanktionen das Einfuhrvolumen des flüssigen Erdgases aus den USA zu erhöhen und die entsprechende Infrastruktur auszubauen.

    Nord Stream 2 ist das Projekt einer Gaspipeline, die aus Russland über den Meeresgrund der Ostsee direkt nach Deutschland führt. Das Projekt wird von der Nord Stream 2 AG umgesetzt. Der russische Gasgigant Gazprom verfügt über 51 Prozent ihrer Aktienanteile. Bis Ende 2019 ist die Inbetriebnahme der Pipeline geplant, deren Kapazität 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr erreichen soll.

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    Tags:
    Baustopp, Einstellung, Gaspipeline, Gaslieferungen, Nord Stream 2, EU-Kommission, Gazprom, EU, Donald Trump, Angela Merkel, Russland, Europa, USA, Deutschland
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