02:15 26 April 2019
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    Ölraffinerie im Iran (Archiv)

    Auch ohne USA: EU und Iran gründen Arbeitsgruppe für Ölhandel-Konsultationen

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    Wirtschaft
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    Trotz des US-Ausstiegs aus dem Atomabkommen mit Iran will die EU anscheinend enger mit Teheran zusammenarbeiten. Laut EU-Energiekommissar Miguel Arias Canete haben die EU und der Iran eine Arbeitsgruppe zu Fragen des gemeinsamen Ölhandels gegründet, um schneller die bestehenden Hürden in diesem Bereich zu überwinden.

    Im Rahmen der EU-Bemühungen um den Erhalt des Atomdeals nahm Canete am Samstag in Teheran an Verhandlungen mit dem Chef der iranischen Atomenergieorganisation (AEOI) Ali Akbar Salehi sowie mit dem Ölminister des Landes Bijan Zangane teil.

    "Wir haben daran gearbeitet, Probleme zu lösen, die den normalen Ölhandel behindern. Die iranische Seite hat detailliert alle Fragen dargelegt, die wir berücksichtigen müssen, einschließlich der finanziellen Hürden sowie der Transport-, Versicherungs- und Lagerprobleme", sagte der EU-Kommissar nach dem Treffen mit dem iranischen Ölminister.

    Um diese Probleme zu lösen, hätten die Seiten beschlossen, eine Arbeitsgruppe zum Thema Ölhandel zu gründen. Das erste Treffen der neugegründeten Arbeitsgruppe habe auch gleich am Samstag stattgefunden.

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    Tags:
    Arbeitsgruppe, Ölhandel, Atomdeal, Miguel Arias Canete, USA, EU, Iran