03:57 20 Januar 2020
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    Dreieinhalb Jahre nach dem Scheitern des Pipeline-Projekts South Stream hat sich der bulgarische Präsident Rumen Radew bei Russland dafür entschuldigt.

    „Ich bin dankbar, dass Russland uns nichts nachträgt. Der Ältere vergibt ja immer“, sagte Radew  am Mittwoch in Moskau auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die Konferenz wurde im russischen Fernsehen übertragen.

    Putin erwiderte: „Es verwirrt mich immer, wenn man von Älteren und Jüngeren spricht. Denn der Ältere muss immer zahlen.“

    Der russische Konzern Gazprom und seine westeuropäischen Partner wollten mit South Stream eine Direktleitung von Russland nach Südeuropa errichten, um die Abhängigkeit von dem instabilen Transitland Ukraine zu verringern. Die Gaspipeline hätte 2018 die Vollleistung erreichen sollen. Doch das Projekt stieß bei den USA und der EU-Kommission auf Widerstand, die Bulgarien unter Druck setzten, was massive Verzögerungen im Genehmigungsverfahren zur Folge hatte.

    „Bulgarian Stream“: Auch Bulgariens Präsident will Gas „direkt aus Russland“ >>

    Weil die Baugenehmigung Bulgariens noch immer ausblieb, stieg die russische Seite Ende 2014 aus dem Projekt aus und begann stattdessen mit dem Bau einer Gasleitung in die Türkei.

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    Tags:
    Turkish Stream, South Stream, Rumen Radew, Wladimir Putin, Bulgarien, Russland