11:31 26 September 2018
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    Bau der Gaspipeline Turkish Stream (Archivbild)

    „Große Gas-Spiele“: Beim Turkish Stream muss Bulgarien liefern – Experte

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    Wirtschaft
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    Wenn Bulgarien an den Turkish Stream angeschlossen werden will, reichen Absichterklärungen nicht aus. Worauf es jetzt ankommt, sind robuste Garantien, sagte ein Wirtschaftsexperte im Sputnik-Gespräch.

    Moskau und Ankara hätten nichts dagegen, die Gasleitung Turkish Stream bis nach Bulgarien zu verlängern, sagte der bulgarische Premierminister Bojko Borissow nach Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der russische Staatschef hatte zuvor auf einer Pressekonferenz erklärt, Russland und die Türkei würden sich derzeit mit der Verlängerung des Turkish Stream „in praktischer Hinsicht“ befassen.

    „Der Bau des Turkish Stream verläuft nach Plan. Alle potentiellen Interessenten sehen das und wollen aktive Verhandlungen aufnehmen. Für Bulgarien ist es wichtig, dass das russische Gas über sein Territorium strömt, was sich am Preis auswirken würde. Das heißt: Dass der Turkish Stream Realität wird, motiviert die europäischen Staaten dazu, ihre Haltung zu verändern. Und dass der bulgarische Regierungschef nach Moskau reist und seine Gesprächsbereitschaft erklärt, gehört ebenfalls zu diesen großen Gas-Spielen“, sagte der Marktkenner Roman Tkatschuk, Chefanalyst bei der Investmentgesellschaft Alpari, im Sputnik-Gespräch.

    Nun komme es aber darauf an, betont der Experte, was Bulgarien anbieten werde. Beim South Stream habe Sofia sich schließlich als unzuverlässiger Partner erwiesen. „Jetzt werden von Bulgarien robuste Garantien seiner Absichten hinsichtlich des Turkish Stream erwartet“, so der Experte.

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    Tags:
    Gaslieferungen, Bau, Beteiligung, Gaspipeline, Turkish Stream, EU, Gazprom, Bojko Borissow, Wladimir Putin, Balkan, Europa, Türkei, Bulgarien, Russland