10:32 26 September 2018
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    Stahlfabrik (Symbolbild)

    „Schlechte Nachrichten“ für globale Luftfahrtindustrie – IATA-Chef zu US-Strafzöllen

    © AFP 2018 / SCOTT OLSON / GETTY IMAGES NORTH AMERICA
    Wirtschaft
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    Am Rande des jährlichen Treffens des Luftfahrtverbandes IATA in Sydney haben Spitzenmanager der Branche die US-Strafzölle bei der Einfuhr von Stahl und Aluminium und die dadurch geschaffenen Handelsbarrieren kommentiert, meldet die Agentur Reuters am Sonntag.

    „Jegliche Maßnahmen, die den Handel einschränken und als Folge den Personenverkehr begrenzen, sind schlechte Nachrichten, nicht nur für die globale Wirtschaft, sondern auch für diese Industrie“, äußerte der IATA-Chef, Alexandre de Juniac.

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    Der kaufmännische Leiter des europäischen Flugzeugherstellers Airbus, Eric Schulz, betonte, dass die Flugzeugindustrie den Menschen die Möglichkeit gebe, frei zu reisen.

    „Das ist eine weltumspannende Industrie. Wir betrachten die Maßnahmen in einem negativen Licht, weil sie Grenzen und Hemmnisse für alle setzen, darunter auch für unsere Kunden“.  

    Washington hatte am 1. April Strafzölle im Umfang von zehn bzw. 25 Prozent auf Exporte von Stahl und Aluminium in die USA eingeführt. Die EU war in den vergangenen Wochen noch von diesen Strafzöllen befreit gewesen. Dennoch waren ihre Bemühungen, die Ausnahmeregelung zu verlängern, misslungen. Die bis zum 1. Juni erteilte Ausnahmeregelung ist neben der EU auch für die US-Nachbarn Kanada und Mexiko abgelaufen.

    Die EU soll versprochen haben, eine Klage bei der Welthandelsorganisation (WTO) einzureichen. Zudem soll der kanadische Premier, Justin Trudeau, damit gedroht haben, ab dem 1. Juli 10- sowie 25-prozentige Einfuhrzölle auf eine Reihe von US-Waren zu verhängen. Die mexikanischen Behörden wollten ebenfalls derartige Maßnahmen ergreifen.

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    Tags:
    Strafzölle, Einschränkungen, Maßnahmen, Luftfahrtindustrie, Industrie, Handel, Airbus, WTO, EU, Mexiko, Kanada, USA