09:40 21 Oktober 2018
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    Schuldenlast Italiens erreicht Rekordhöhe

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    Wirtschaft
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    Die Staatsverschuldung Italiens hat nach Informationen der Banca d’Italia (die italienische Zentralbank) im April dieses Jahres erneut einen Rekord gebrochen und mit mehr als 2,311 Billionen Euro den historischen Höchstwert erreicht.

    Nach den jüngsten Angaben der Banca d'Italia sind die Staatsanleihen allein im April um 9,3 Milliarden Euro gestiegen. Dieses Wachstum soll vor allem auf die Zunahme des Bargeldumfangs sowie auf gestiegene Kosten der zentralen Staatsverwaltung zurückzuführen sein.

    Ihre ernste Besorgnis über das anhaltende Wachstum der öffentlichen Verschuldung habe unter anderem die Nationale Verbraucherunion Italiens  geäußert:

    „Diese Daten sind besorgniserregend, insbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Europäische Zentralbank (EZB) Ende des Jahres aufhören wird, Staatsanleihen zu kaufen“, sagte der Präsident der Union, Massimiliano Dona, am Freitag.

    Am Donnerstag hatte die EZB einen Plan zum Abbau des Anleihenkaufprogramms um mehr als 2,4 Billionen Euro vorgelegt. Von Oktober bis Dezember sollten die monatlichen Einkäufe um die Hälfte auf 15 Milliarden Euro reduziert werden.

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    Tags:
    Staatsanleihen, Besorgnis, Staatsverschuldung, Europäische Zentralbank (EZB), Italien