17:08 10 Dezember 2018
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    Russland und EU

    Es gibt „gemeinsames Interesse”: Politiker plädiert für EU-Bündnis mit Russland

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    Wirtschaft
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    Der Bürgermeister von Antwerpen, Bart de Wever, hat sich für die Erneuerung der europäisch-russischen Partnerschaft, bis hin zum Übergang zu einem Verbündeten-Status, ausgesprochen.

    „Ich persönlich bin kein Befürworter von Handelskriegen und Sanktionen. Ich hoffe, dass die westliche Gemeinschaft und Russland sich an einen Tisch setzen und Lösungen finden werden. Dabei sollten wir uns auf die vielen gemeinsamen Feinde und Bedrohungen konzentrieren. Wir dürfen nicht in die Richtung ‚eines neuen Kalten Krieges‘ gehen, der auch keine Vorteile für Russland und für die EU hat. Ich hoffe, dass wir einen Weg zu Dialog, Partnerschaft und sogar Bündnis mit Russland auf der geopolitischen Ebene finden können“, sagte de Wever.

    Es gebe ein gemeinsames Interesse, gute Handelsbeziehungen zu Russland zu unterhalten, fügte er hinzu.

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    „Eine Handels- und Wirtschaftsdelegation aus Antwerpen war kürzlich zu Besuch in Moskau. Das war sehr erfolgreich. So viele Unternehmen — etwa 100 — haben uns nie während einer Auslandsmission angesprochen. Das zeigt, dass man ein großes Interesse an Russland und seiner Wirtschaft hat und  Geschäfte mit Russland machen will“, so de Wever.

    Stadt Sudak auf der Schwarzmeerhalbinsel Krim
    © Sputnik / Vitaly Belousov
    De Wever ist Chef der rechten flämischen Partei Neu-Flämische Allianz (N-VA), die der föderalen Regierungskoalition angehört.

    Die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und den westlichen Staaten hatten sich nach dem Umsturz in der Ukraine 2014 verschlechtert. Nach dem Beitritt der Krim zu Russland verhängten die USA und die EU politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland. Moskau konterte mit einem Einfuhrverbot für eine ganze Reihe von Lebensmitteln aus den Ländern, die zuvor Sanktionen gegen Russland verhängt hatten.

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    Tags:
    Wirtschaftsbeziehungen, Handelsbeziehungen, Partnerschaft, Dialog, N-VA-Partei, Bart De Wever, Ukraine, USA, Belgien, Antwerpen, EU, Russland