19:21 16 Oktober 2018
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    Mitarbeiter des polnischen Gasversorgers PGNiG

    Nach Arbitragebeschluss: Polen wartet auf Preissenkung für russisches Gas

    © AP Photo / Czarek Sokolowski
    Wirtschaft
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    Das Stockholmer Arbitragegericht soll dem polnischen Öl- und Gasunternehmen PGNiG nach dessen Angaben das Recht gewährt haben, eine Senkung der Preise für russisches Gas zu fordern.

    „Das Arbitragegericht in Stockholm hat die von PGNiG angeführten Argumente akzeptiert und eine Teilentscheidung getroffen, laut der es eine vertragsmäßige Voraussetzung gibt, die PGNiG dazu berechtigt, eine Preissenkung nach dem langfristigen Vertrag (Jamal-Vertrag) zu fordern. Gazprom liefert nach dem Vertrag Gas nach Polen“, heißt es in einer Mitteilung auf der Webseite des polnischen Unternehmens.

    Laut PGNiG-Chef Piotr Woźniak hat das Gericht die Schlüsselargumente des Unternehmens akzeptiert und die „formellen Beweisgründe von Gazprom“ abgelehnt, die nach Meinung von PGNiG „auf die Aufrechterhaltung nicht-marktgerechter Zahlungsbedingungen nach dem Jamal-Vertrag gerichtet sind“.

    Es wird hervorgehoben, dass das Unternehmen mit der Entscheidung des Arbitragegerichts zufrieden sei und erwarte, dass die Gaspreise  herabgesetzt würden.

    Am 18. Juni war berichtet worden, dass Warschau von der Europäischen Union gefordert hat, die Arbeit an der Änderung der Gasdirektive der EU zu beschleunigen, die den Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 verkomplizieren soll.

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    Tags:
    Vertrag, Gas, Europäische Union, Gazprom, Polen, Russland