18:30 23 Oktober 2018
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    Stahl (Symbolbild)

    Wegen US-Zöllen: Europa schließt seinen Markt für Stahlimporte aus Drittländern

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    Wirtschaft
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    Nach der Verhängung von Einfuhrzöllen auf Stahl- und Aluminiumerzeugnisse durch die USA hat nun die EU-Kommission provisorische Schutzmaßnahmen gegen Stahleinfuhren aus Drittstaaten beschlossen. Das geht aus einer in Brüssel unterbreiteten Erklärung der EU-Kommission hervor.

    „Heute verkündet die EU-Kommission zeitweilige Schutzmaßnahmen für den Import einer Reihe von Metallerzeugnissen. Diese Maßnahmen werden es ermöglichen, das Problem in Bezug auf den Zustrom von Stahl aus anderen Ländern auf den EU-Markt nach der Einführung neuer Tarife durch die USA zu lösen“, heißt es.  

    Laut dem Dokument soll der traditionelle Import von Metallerzeugnisse davon nicht betroffen sein.

    „Die provisorischen Maßnahmen betreffen 23 Stahl-Klassen und sehen die Einführung von Tarif-Quoten vor. Die Gebühren von 25 Prozent werden für jede Klasse eingeführt, wenn der Import die durchschnittliche Kennziffer der vergangenen drei Jahren übersteigen sollte“, erläuterte die EU-Kommission.      

    Wie es weiter heißt, gelten diese Einschränkungen für alle Länder, ausgenommen einige Schwellenländer mit einem beschränkten Export nach Europa, aber auch Norwegen, Island und Lichtenstein. 

    Europa hatte am 25. Juni 25-Prozent-Zölle für US-Waren im Wert von 2,8 Milliarden Euro eingeführt. Das war die Antwort auf die Handlungen der USA, die am 1. Juni Zölle auf Stahl- und Aluminium-Importe aus der EU in Höhe von 25 bzw. zehn Prozent verhängten.

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    Tags:
    Drittländer, Verhängung, US-Zölle, Stahl, EU-Kommission, Lichtenstein, Island, Norwegen, USA