07:41 19 August 2018
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    USA wollen sich gegen Russland mit Uranzöllen schützen

    © Sputnik / Ruslan Krivobok
    Wirtschaft
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    Die US-Administration beabsichtigt, den Schaden für die nationale Wirtschaft und Sicherheit durch den Uran-Import zu untersuchen. Sollte ein Zusammenhang gefunden werden, können laut der Nachrichtenagentur Bloomberg Einfuhrzölle eingeführt werden.

    Bemerkenswert sei, dass die US-amerikanischen Uranproduzenten nur etwa fünf Prozent der Inlandnachfrage abdecken,  während die restlichen 95 Prozent importiert werden müssten. Die US-Industriellen wollten, dass die Regierung sie vor der Konkurrenz ausländischer Staatsunternehmen schütze.

    Vor allem würden die russischen, kasachischen und  usbekischen Unternehmen, auf die etwa 40 Prozent der US-amerikanischen Uranimporte entfalle, als die Hauptbedrohung genannt. Laut Bloomberg wollen die lokalen Hersteller etwa 25 Prozent des Marktes besetzen.

    Die USA hatten im März Strafzölle im Umfang von zehn beziehungsweise 25 Prozent auf Importe von Stahl und Aluminium eingeführt. Washington begründete diese Entscheidung mit nationalen Sicherheitsinteressen. Am 31. Mai hatten die USA diese Zölle nach fruchtlosen bilateralen Verhandlungen fast gegen alle Länder verhängt, einschließlich der EU und Kanada. Die betroffenen Länder haben als Reaktion Vergeltungsmaßnahmen angekündigt.

    Auch Russland wurde von den Maßnahmen betroffen und bezeichnete sie als unrechtmäßig.

    Bereits Ende Mai hatte Russland die WTO über die mögliche Einführung von Gegenmaßnahmen auf US-amerikanische Waren in Höhe von 537,6 Millionen Dollar pro Jahr als Reaktion auf Washingtons Zölle auf Stahl und Aluminium informiert.

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    Tags:
    Unternehmen, Schutz, Einfuhrzölle, Uran, Russland, USA
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