14:23 19 November 2018
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    Einschätzungen des Finanzmarktes

    Russlands Verluste wegen Handelskriegen kalkuliert

    © RIA Novosti . Ruslan Krivobok
    Wirtschaft
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    Die internationale Rating-Agentur Fitch hat vorausgesagt, dass infolge der Handelskriege das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2019 um 0,4 Prozentpunkte (PP) sinken wird.

    „Die Entwicklung der Handelsgegensätze, die zu neuen Importzöllen in Gesamthöhe von zwei Billionen Dollar der Welthandelsströme führen können, wird zu einer Reduktion des Wachstums der Weltwirtschaft um 0,4 Prozentpunkt im Jahr 2019 – von 3,2 bis 2,8 Prozent – führen“, heißt es im Bericht der Agentur.

    Was die russische Wirtschaft betrifft, so sagt Fitch eine Verlangsamung des Wachstums des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,6 Prozentpunkten im Jahr 2019 und von 0,7 Prozentpunkten im Jahr 2020 voraus. Dabei werden laut Experten die Wirtschaften der USA, Kanadas, Mexikos und Südkoreas am meisten betroffen sein.

    Fitch weist darauf hin, dass die Handelskriege zu zusätzlichen Kosten von Unternehmen, zum Lohnabbau und in der Zukunft zur Senkung des internationalen Handels führen würden. Auf Chinas Wirtschaft würden sich die Handelsstreite am wenigstens auswirken. Die Agentur erwartet eine Verlangsamung des BIP-Wachstums dieses Landes um nur 0,3 Prozentpunkte in den Jahren 2019 und 2020.

    US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mit Zöllen auf die in Europa hergestellten Automobile gedroht. Diese würden in dem Fall verhängt, wenn die Verhandlungen mit dem Vorsitzenden der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, zu keinem Erfolg führen würden.

    Am 1. Juni haben die USA 25prozentige Zölle auf Stahlimport und 10prozentige Zölle auf Aluminiumeinfuhr verhängt. Die Eurokommission antwortete mit Tarifen in Höhe von 25 Prozent auf eine Reihe von US-Waren – darunter Mais, Bourbon, Jeans und Motorräder.

    Am 15. Juni führte Washington bereits Einschränkungen gegen China und seine Waren im Gesamtwert von 50 Milliarden Dollar pro Jahr ein. Peking erwiderte mit ähnlichen Maßnahmen auf US-Waren im Wert von 34 Milliarden Dollar. Nach einem Monat kamen zu der Liste der US-Einschränkungen noch 10prozentige Zölle auf Waren aus China im Wert von 200 Milliarden Dollar hinzu.

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    Tags:
    Bruttoinlandprodukt, Zölle, Erhöhung, Handelskriege, Europäische Kommission, Fitch Ratings, Jean-Claude Juncker, Donald Trump, Europa, China, USA, Russland