09:22 22 August 2018
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    Deutsche meiden Aktien – nicht aus Dummheit, sondern aus Geldmangel

    © AFP 2018 / DPA/ Arne Dedert
    Wirtschaft
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    Andreas Peter
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    Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet über die Studie einer deutschen Direktbank, die eine extreme Ungleich-Verteilung von Aktienbesitz und damit von Vermögen in Deutschland dokumentiert.Die Zeitung beklagt eine mangelnde Aktienkultur in Deutschland, besonders im Osten. Das ist kein Wunder, sondern hat gute Gründe, findet Andreas Peter.

    Es überrascht zunächst ein wenig, dass ausgerechnet der „Süddeutschen Zeitung“ auf einmal klar geworden sein soll, dass in Deutschland eine massenhafte Altersarmut droht. Hatte die „Süddeutsche“ doch noch vor vier Wochen einen Artikel unter der Überschrift veröffentlicht: „Warum die Furcht vor Altersarmut übertrieben ist“, Sputnik berichtete. Nun druckt das gleiche Blatt Sätze ab wie: „Wir bewegen uns in eine umfassende Altersarmut, doch diese tickende Zeitbombe will niemand hören.“ Das sagt nicht etwa ein Vertreter eines Sozialverbandes, ein Gewerkschafter oder ein Funktionär der Linkspartei. Nein, Robert Halver, Chefökonom des Wertpapierhauses Baader.

    Verkehrte Welt? Rolle rückwärts? Keineswegs. Denn die „Süddeutsche“ bleibt ihrer Weltsicht treu bzw. sie transportiert gleichzeitig die Weltsicht der deutschen Finanzindustrie. Und geht es nach Deutschlands Fondsmanagern, dann droht Altersarmut nicht wegen Niedriglöhnen, sondern weil die Mehrzahl der Deutschen nicht in Aktien sparen. Die comdirect-Bank veröffentlicht seit einiger Zeit einen „Anlage-Atlas“, aus dem hervorgeht, wie die regionale Verteilung von Aktienbesitz beschaffen ist.

    Aktien kann sich im Osten kaum jemand leisten

    Dem neuesten Atlas zufolge, den die „Süddeutsche“ zum Anlass für ihren Artikel nahm, gibt es ein überdeutliches grundsätzliches Gefälle zwischen den neuen und alten Bundesländern. In den alten Bundesländern ist eine Art Streifen zu erkennen, der sich von Nord nach Süd ziemlich durch die Mitte der Republik zieht. Generell kann man konstatieren, dass in Deutschland im Hinblick auf den Aktienbesitz ein Unterschied klafft zwischen ökonomisch prosperierenden Regionen und solchen, die im Artikel von Fondsmanagern so beschrieben werden: „Teilweise herrschen dort ostdeutsche Verhältnisse.“

    28 Jahre nach der deutschen Einheit ist das eine Angleichung der Lebensverhältnisse, die sich vor allem die davon betroffenen Bundesbürgerinnen und Bundesbürger sicherlich etwas anders vorgestellt haben. Der Artikel stellt ziemlich zutreffend fest, welche Ursachen dieser wenig schmeichelhafte Befund hat. Zum einen wird Ali Masarwah von der Fonds-Ratingagentur Morningstar zitiert: „Wenn er ab und zu Bankberater aus Ostdeutschland treffe, erzählten sie ihm, dass das Geld der Leute dort häufig gerade mal für Miete und Essen ausreiche.“. Zum anderen gilt auch heute noch die goldene Grundregel: „Nur wer Geld auf der hohen Kante hat, kann überhaupt in Aktien oder Fonds investieren.“

    Neueste Zahlen belegen: Der Osten verdient zum Teil ein Drittel weniger als der Westen

    Ach, was, möchte man mit Loriot antworten. Zufällig vermeldete die Tagesschau jetzt Zahlen, die wie ein Spiegelbild erklären, wieso der „Anlage-Atlas“ eben so aussieht, wie er aussieht und eben mitnichten „überraschende Erkenntnisse“ liefert, wie der Autor des Artikels in der Süddeutschen schreibt. Laut neuesten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sind die Einkommensunterschiede in der Bundesrepublik zum Teil evident, vor allem aber verdienen Menschen in den neuen Bundesländern immer noch erheblich weniger als in den alten. Wir erinnern uns an die Aussage von Ali Masarwah:

    „Wenn er ab und zu Bankberater aus Ostdeutschland treffe, erzählten sie ihm, dass das Geld der Leute dort häufig gerade mal für Miete und Essen ausreiche.“

    Klar, dass sich so eine „Aktienkultur“, wie sie dem Verband der deutschen Fondsmanager DVFA vorschwebt, nicht etablieren lässt. Die Fondsmanager, die im Artikel der „Süddeutschen“ zu Wort kommen, fordern deshalb „steuerlich geförderte Sparpläne, mit denen auch Normalbürger in einen staatlichen Vermögensbildungsfonds investieren könnten. Dieser solle „breit in Aktien anlegen, ähnlich wie der norwegische Staatsfonds“. Schon mit 25 Euro pro Monat komme so „über Jahrzehnte mit Aktien eine hübsche Summe zusammen“, meint der schon erwähnte Robert Halver.

    Staatlicher Vermögungsbildungsfonds als Riester2.0?

    Spätestens jetzt sollte man hellhörig werden. Denn das gleiche Argument und Prinzip kennen wir schon im Zusammenhang mit der Riesterrente. Natürlich haben Halver und seine Kolleginnen und Kollegen ein hohes Eigeninteresse an einem etwaigen staatlichen Vermögensbildungsfonds. Denn sie würden die Verträge mit den Sparern abschließen. Und wenn man sich ansieht, wer den „Anlage-Atlas“ für die comdirect-Bank erstellt hat, dann weiß man, woher der Wind pfeift. Der Atlas basiert auf Daten, die von Erhebungen der Firma Acxiom stammen. Dieser US-Konzern ist eine der weltweit größten Direktmarketing-Agenturen. Entstanden aus den beiden Adresshändlern Pan-Adress und der Claritas Gruppe. Diese beschrieb sich 2002 wie folgt: „Die Kernfelder der Claritas-Dienstleistungen sind regionale, potenzialbasierte Vertriebssteuerung, Neukunden-Akquisition, Kundenbindung und Risikomanagement sowie Kundenausbau.“

    Deutsche haben T-Aktie und Lehman-Pleite noch nicht vergessen

    Dass sehr viele Deutsche Aktien meiden, könnte nicht nur an mangelnden finanziellen Spielräumen liegen. Denn auffallend ist ja, dass Banken immer wieder einigermaßen verblüfft melden, dass auch Nullzinsen viele Kunden nicht dazu bewegen können, ihr Geld in andere Anlageformen zu stecken. Vielleicht sind die Deutschen klüger, als viele Bank- und Fondsmanager denken? Vielleicht haben viele Deutsche noch nicht vergessen, wie sie mit der T-Aktie oder anderen Wertpapieren mehr oder weniger ausgenommen wurden, bei denen am Ende immer die gleichen gewannen: Vertriebsfirmen, Banken, Fondsmanager.

    Brechen schon wieder alle Dämme?

    Überhaupt scheint der Finanzplatz Deutschland schon wieder auf dem besten Weg, Menschen zu Krediten und Anlagen zu überreden, die sie sich eigentlich nicht leisten können bzw. die ihr Geld lieber auf dem Konto zusammenhalten sollten, trotz Nullzinsen. Die hartnäckige Werbekampagne für Aktien riecht förmlich danach, den Kleinsparern das Geld aus der Tasche zu ziehen, damit sie jene Risiken eingehen, die weder die Banken noch die Unternehmen noch der Staat eingehen wollen. Aber einer muss sich in einer Volkswirtschaft verschulden, damit der Laden weiter läuft. Und nun sollen es offenbar wieder die kleinen Leute sein.

    Landauf, landab kann man wieder Werbekampagnen für „easy“-Kredite sehen, für Kredite, bei denen man sogar noch Geld geschenkt bekäme, weil für eine Weile negative Kreditzinsen in Aussicht gestellt werden. Erneut wirbt beispielsweise die Targo-Bank für Ratenkredite mit Slogans wie „so einfach geht’s“, bei denen Raten geteilt, gestreckt oder ausgesetzt werden können. Dieses sogenannte Revolving-System ist auch bei Kreditkarten wieder in Mode. Gerade diese Form der Verschuldung ist gefährlich, weil schnell der Überblick verlorengeht. Die Verbraucherschützer haben das nicht ohne Grund schon vor der Finanzkrise 2008 mit in die Kategorie des „Vampir-Banking“ aufgenommen, weil Menschen mit immer neuen Umschuldungen dauerhaft in einem Schuldenturm gehalten werden. Besonders berühmt berüchtigt für diese schäbige Praxis war seinerzeit die Citibank. Und – oh Wunder – die Targobank ist die ehemalige Citibank Deutschland.

    Die Niedrigzinsphase hat Zombiefirmen entstehen lassen

    Was viele Menschen gerne vergessen, wenn sie an Aktien denken: Auch bei Aktiengesellschaften gibt es Blendwerk, das eine Aktie mehr zu einem Casino-Chip macht. Die Niedrigzinsphase der letzten Jahre hat Firmen günstige Kredite beschert, die unter „normalen“ Bedingungen schon längst kreditunwürdig geworden wären. Eine solche Situation zu erkennen, ist für Laien nur sehr schwer möglich. Wie bei den mittlerweile hinlänglich wegen Totalausfällen von Anlegern bekannten Schiffsbeteiligungen besteht auch bei solchen Zombie-AG‘s die Gefahr, dass man auf Drängen von Fondsmanagern immer noch mehr Geld in das Investment pumpt, schlechtem Geld also gutes hinterherwirft, weil man sich auf seinen Fondsmanager verlässt und am Ende alles verliert.

    In der DDR wusste man sehr wohl, wie man gemeinsames Vermögen schafft

    Interessant und bezeichnend für die Wirkung der Geschichtsschreibung der DDR in den zurückliegenden Jahren ist, dass die „Süddeutsche Zeitung“ und die von ihr zitierten Fondsmanager die Tatsache, dass es in den neuen Bundesländern so gut wie kaum Aktionäre gibt, auch damit erklären, dass es in der DDR keine Aktienkultur gab und „kaum Möglichkeiten, Vermögen zu bilden“.

    Es mag sein, dass „Süddeutsche“ und Fondsmanager unter Aktien-„Kultur“ jenen Casino-Kapitalismus missverstehen, der uns heutzutage als Börse verkauft wird. Diesen Zirkus hat es in der DDR in der Tat nicht gegeben. Es mag auch sein, dass auch in der „Süddeutschen“ inzwischen wie selbstverständlich daran geglaubt wird, dass die Geschichtsschreibung über die DDR, wie sie immer und immer wieder seit Jahren mit den üblichen Versatzstücken nachgeplappert wird, auch tatsächlich den seinerzeitigen Realitäten entspricht. Vielleicht hatte der Autor aber auch nur keine Zeit oder Lust, sich kundig zu machen.

    Dann hätte er lernen können, dass auch DDR-Bürger wussten, wie man ein Anlagerisiko breiter streut, wie man Vermögensbildung auf mehrere Schultern verteilt, allerdings im kleineren, bescheideneren Maßstab und nicht mit den heute gängigen Prinzipien vom „Alles oder nichts“, „Den Letzten beißen die Hunde“ oder „Ihr Geld ist nicht weg, es hat jetzt nur ein anderer“. Die DDR war eben sehr viel mehr als nur SED, Stasi, Stacheldraht und Mauer.

    „Altguthaben-Ablösungs-Anleihe“

    Vergessen ist zum Beispiel die „Altguthaben-Ablösungs-Anleihe“. Sie wurde von der DDR aufgelegt, um die Auszahlung aller Guthaben zu gewährleisten, die durch die Währungsumstellung von Altguthaben in Reichsmark auf Guthaben in Mark der DDR 1948 entstanden waren. Diese Anleihe wurde bis 1972 von der DDR bedient, wenngleich auch nur für in der DDR lebende Gläubiger. Nach 1990 wickelte die KfW diese Anleihe dann endgültig ab.

    Schuldverschreibungen und Hypothekenpfandbriefe der DIB

    Ebenso vergessen sind die Schuldverschreibungen und Hypothekenpfandbriefe der Deutschen Investitionsbank (DIB), die später zur Industrie- und Handelsbank (IHB) wurde, bis sie schließlich gänzlich in der Staatsbank der DDR aufging. Die DIB legte zwischen 1949 und 1951 vier Inhaberschuldverschreibungen über insgesamt 700 Millionen DM (Deutsche Mark der Deutschen Notenbank) auf, die zu vier Prozent verzinst waren. 1952 folgte noch eine weitere mit einem Volumen von 200 Millionen DM, wiederum mit einem Zinssatz von vier Prozent.

    Ab 1954 bis 1961 wurden von der DIB Hypothekenpfandbriefe mit Verzinsungen zwischen fünf und drei-ein-Viertel Prozent ausgegeben. Sie sollten „zur stärkeren Entwicklung des Wohnungsbaus“ dienen, es war der Vorläufer des späteren rein staatlich finanzierten Wohnungsbauprogramms. Die Hypothekenpfandbriefe der DIB waren wie Wertpapiere strukturiert und gestaltet, wie man sie auch in der seinerzeitigen alten Bundesrepublik kannte. Sie bestanden aus einem zweiseitigen „Mantel“, dem „Bogen“ mit den Zinsscheinen für zehn Jahre und dem „Talon“. Zinszahlungen erfolgten zweimal im Jahr. Die Staatsbank der DDR bediente diese Pfandbriefe bis 1984 vollständig.

    Obligationen Kommunaler Wohnungsverwaltungen (KWV)

    Vergessen ist inzwischen auch, dass die Kommunalen Wohnungsverwaltungen (KWV) in der DDR zwischen 1958 und 1970 Schuldverschreibungen, sogenannte Obligationen, emittierten, auf der Grundlage des Gesetzes „Über die Finanzierung des volkseigenen Wohnungsbaus“ vom 9. Januar 1958 sowie des Gesetzes „Über die Finanzierung des Neubaus von staatlichen Einrichtungen für die gesundheitliche, soziale und kulturelle Betreuung der Bevölkerung“ vom 9. Dezember 1959. Zinssatz vier Prozent, Laufzeit 20 Jahre. Sogar sogenannte Prospekte gab es für die Anleger. In einem hieß es:

    „Den Grund und Boden für den Bau neuer volkseigener Wohnungen stellt die Regierung kostenlos zur Verfügung. Die Zinsen für die ausgegebenen Obligationen werden aus Mitteln des Staatshaushaltes gezahlt. Die Mieten der neuerbauten volkseigenen Wohnungen enthalten also nicht mehr die kapitalistischen Bestandteile Kapitalzins und Grundrente und liegen daher auch weit unter denen Westdeutschlands. Durch die Einbeziehung breiter Kreise der Werktätigen und der Volksvertreter, durch die Anteilnahme der Erwerber von Obligationen und die gründliche Auswertung ihrer Anregungen und Kritiken wird es möglich sein, noch schneller und billiger zu neuen volkseigenen Wohnungen zu kommen.“

    Bausparen

    Bis 1970 war auch in der DDR das Bausparprinzip bekannt und in Nutzung, auf der Grundlage des Gesetzes „Über die Aufnahme des Bausparens“ vom 15. September 1954. Mit diesem Gesetz wurde die „unentgeltliche und unbefristete“ Verleihung des Nutzungsrechtes an Bausparer geregelt, denen vom Rat des Kreises geeignete Grundstücke zur Verfügung gestellt wurden. Das Grundstück blieb Volkseigentum, das Haus darauf war Eigentum des Bausparers und konnte vererbt, verkauft oder beliehen werden. Dafür wurde ein besonderes Blatt im Grundbuch angelegt. Nach der deutschen Einheit sollte diese in der DDR übliche Praxis des Auseinanderfallens des Eigentums am Grund und Boden und der darauf befindlichen Bebauung für viel Ärger und Verbitterung sorgen, was vor allem auch Kleingärten und Wochenendgrundstücke betraf.

    Konsumgenossenschaften

    Beinahe jeder in der DDR kannte die Heftchen der Konsumgenossenschaften, in die man als Mitglied die kleinen Wertmarken einklebte, die man bei jedem Einkauf in einem Geschäft der Konsumkette erhielt. Zu einem bestimmten Termin im Jahr erhielt man dann eine Rückzahlung auf der Basis der Menge der Wertmarken. In der DDR gab es nicht nur Einzelhandelsgeschäfte der Konsumgenossenschaft. Beispielsweise existierten auch genossenschaftseigene „Konsument“-Warenhäuser. Zeitweilig unterhielt die Genossenschaft sogar einen Versandhandel mit Sitz in Karl-Marx-Stadt, der mehrfarbige Kataloge nach dem Vorbild westlicher Versandhäuser druckte.

    Auch andere Bereiche der DDR-Wirtschaft waren nach dem Genossenschaftsprinzip organisiert, wie zum Beispiel im Fischereiwesen oder im Handwerk.

    Kulturfonds der DDR

    Schließlich sei auch noch der Kulturfonds der DDR erwähnt. Der legte zwar keine echten Anleihen auf. Aber in der Anfangsphase der DDR wurde mit „Kulturfondsanleihe“ genannten Finanzinstrumenten der Bau von Kulturhäusern im ganzen Land finanziert. Bekannter wurde der Kulturfonds später dann durch die „Kulturabgabe“, die beim Kauf von Schallplatten oder Eintrittskarten erhoben wurde, und die in die Zustiftung des Fonds floss, aus dem Künstler in der DDR gefördert wurden. Der Kulturfonds der DDR lebt heute in der Stiftung Kulturfonds der neuen Bundesländer fort.

    Nicht zuletzt auch wegen der Existenz dieser Finanzierungsinstrumente und organisationsrechtlichen Sonderformen in der DDR waren im selbsternannten sozialistischen Arbeiter- und Bauernstaat interessanterweise das GmbH-Gesetz und das Aktiengesetz von 1937 bis zum Ende der DDR unverändert gültig.

    Wer also behauptet, die ehemaligen DDR-Bürger hätten keine Ahnung, wie man Risiken und Vermögensbildung breit streut, der hat selbst keine Ahnung. Die Tatsache, dass die neuen Bundesländer so gut wie keine Aktienkultur besitzen, ist kein Erbe der DDR, sondern eine Folge der Tatsache, dass das Gebiet der ehemaligen DDR von Anfang an als Niedriglohnland konzipiert worden ist und sich daran bis heute nichts geändert hat.

    Verhinderung von Altersarmut braucht keine Aktienkultur

    Wer wirklich Altersarmut bekämpfen will, der braucht keine Aktienkultur, sondern auskömmliche Löhne und Gehälter, mit denen private Vermögensbildung überhaupt erst möglich wird.

    Wer wirklich Altersarmut bekämpfen will, der braucht keine Aktienkultur, sondern die Rückbesinnung auf zum Beispiel das Genossenschaftsprinzip im Wohnungsbau, statt die Betongoldmafia zu füttern.

    Wer wirklich Altersarmut bekämpfen will, der braucht keine Aktienkultur, sondern die Wiederbelebung und Stärkung von Betriebsrenten und anderen Umwandlungsformen von Lohnbestandteilen in Vermögen wie zum Beispiel von Anteilsscheinen an den Unternehmen.

    Tags:
    Finanzkrise, Verteilung, Wohlstand, Aktien, Staatsanleihen, Ungleichheit, Wirtschaft, Schulden, Targobank, Deutsche Investitionsbank (DIB), Lehman Brothers, Süddeutsche Zeitung, Deutsche Bank, DAX, Ostdeutschland, DDR, Deutschland
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