03:14 13 November 2018
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    Russische Käsen auf einer Wirtschaftsmesse auf dem Hauptausstellungsgelände Russlands (Archivbild)

    Ukrainischer Politiker enthüllt „paradoxe“ Wirkung von Russland-Sanktionen

    © Sputnik / Jekaterina Tschessnokowa
    Wirtschaft
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    Die Sanktionen gegen Moskau haben sich auf eine „paradoxe Weise“ auf das Land ausgewirkt. Diese Meinung äußerte der Ex-Abgeordnete der Werchowna Rada (ukrainisches Parlament), Jewgeni Filindasch, gegenüber dem Fernsehsender NewsOne.

    Auf die Frage des Moderators, warum die Sanktionen gegen Russland nicht funktionieren, antwortete Filindasch, dass sie zur Importsubstitution und Entwicklung einer Reihe von Wirtschaftssektoren geführt hätten.

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    „Früher hat Russland fast alles importiert, und jetzt haben diese Sanktionen dazu geführt, dass man in Russland dachte, es sei notwendig, seine eigene Produktion in mindestens einem Teil der strategisch wichtigsten Sektoren zu entwickeln“, erläuterte der Politiker.

    Also habe Russland begonnen, einen Teil seiner riesigen natürlichen, menschlichen und pädagogischen Ressourcen für die Wiederherstellung seiner Produktionskapazität zu nutzen, so Filindasch weiter.

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    „Dies ist kein kleines Serbien, das effektiv durch Sanktionen unterdrückt werden könnte – dies ist das riesige Russland. So haben diese Sanktionen auf eine für ihre Initiatoren und Propagandisten paradoxe Weise funktioniert, um Russland zu stärken“, resümierte Filindasch.

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    Die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und den westlichen Staaten hatten sich nach dem nationalistischen Umsturz in der Ukraine 2014 verschlechtert. Nach dem Beitritt der Krim zu Russland verhängten die USA und die EU politische und wirtschaftliche Strafmaßnahmen gegen Russland. Moskau konterte mit einem Einfuhrverbot für eine ganze Reihe von Lebensmitteln aus den Ländern, die zuvor Sanktionen gegen Russland verhängt hatten, und nahm Kurs auf Importersatz.

     

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    Tags:
    Stärkung, Entwicklung, Wirtschaft, Importsubstitution, Sanktionen, TV-Sender NewsOne, Oberste Rada, Jewgeni Filindasch, Russland, Ukraine