02:25 19 Oktober 2018
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    Herstellung von Rohrleitungen für Nord Stream 2 in Mühlheim

    Nord Stream 2 erreicht „Point-of-no-return“ – Medien

    © Foto: Nord Stream 2
    Wirtschaft
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    Die Vorbereitungsarbeiten für die Rohrlegung von Nord Stream 2 am Grund der Ostsee bedeuten, dass ein „Point-of-no-return“ erreicht worden ist, schreibt das Portal rueconomics.

    In einem Interview mit dem Portal erinnerte der Direktor des russischen Fonds für Energieentwicklung, Sergej Pikin, daran, dass das Gaspipeline-Projekt Nord Stream 2 aus zwei Teilen besteht. Nämlich, aus Arbeiten am Land und in der See. Es sei wichtig, die Fristen für diese zwei Teile zu synchronisieren. Der russische staatliche Konzern Gazprom nehme daran jedoch nicht teil, um die Bedingungen des Dritten Energiepakets einzuhalten.

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    „Hat Nord Stream 2 den Point-of-no-return erreicht oder können die Gegner des Projektes es auf dieser Stufe noch stoppen?“ fragt das Portal den Experten.

    Die Rohrlegung in Deutschland kann demnach kaum jemand stören. Das Einzige, was die Situation wirklich erschweren könne, seien gezielte US-Sanktionen gegen Nord Stream 2. Jedoch würden auch sie die Verwirklichung des Projektes nicht stoppen, sondern sich nur auf die Ausgaben auswirken.

    „Es gibt jetzt Lieferanten für das Projekt in Europa. Falls Sanktionen verhängt werden, wird man anderswo nach ihnen suchen müssen“, so Pikin.

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    Das Projekt werde demnach die Finanzierung „garantiert“ bekommen. „Wirtschaftssanktionen gegen Russland werden dazu führen, dass noch mehr Varianten für die Finanzierung von Nord Stream 2 entstehen“.

    Früher hatte der Finanzdirektor von Uniper (einer der europäischen Projektpartner von Gazprom), Christopher Delbrück, mitgeteilt, dass die Arbeit an dem Gaspipeline-Projekt Nord Stream 2 trotz aller politischer Schwierigkeiten planmäßig läuft.

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    Nord Stream 2 ist das Projekt für eine weitere Gaspipeline zwischen Russland und Deutschland, die am Grund der Ostsee verlegt wird. Die Gesamtkapazität des Projekts soll etwa 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr erreichen. Der Betriebsstart der Pipeline ist für Ende 2019 geplant.

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