19:08 25 September 2018
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    Nord Stream 2: Alle Genehmigungen für russischen Abschnitt erhalten

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    Die Firma Nord Stream 2 AG hat alle Genehmigungen für den Bau des russischen Abschnittes der Gaspipeline Nord Stream 2 bekommen, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens hervorgeht.

    „Die Nord Stream 2 AG hat heute die Genehmigung für den Bau einer Unterwasser-Pipeline in den Hoheitsgewässern der Russischen Föderation erhalten. Sie wurde von der Russischen Umweltaufsichtsbehörde (Rosprirodnadzor) gemäß dem festgelegten Verfahren erteilt und umfasst einen Abschnitt von etwa 114 Kilometern in den russischen Hoheitsgewässern“, heißt es in der Mitteilung.

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    Zuvor habe das russische Bauministerium eine Baugenehmigung für den Landabschnitt der Nord Stream 2-Pipeline erteilt. Alle erforderlichen Genehmigungen für den Bau des russischen Trassenabschnitts und der Anlandestation der Nord Stream 2-Pipeline würden nun vorliegen. 

    WTO-Hauptstandort in Genf (Archiv)
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    Nord Stream 2 ist das Projekt für eine zweite Gaspipeline zwischen Russland und Deutschland, die am Grund der Ostsee verlegt wird. Die Gesamtkapazität der Gasleitung soll etwa 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr erreichen. Ihr Betriebsstart ist für Ende 2019 geplant. Die Gasfernleitung soll entweder durch territoriale Gewässer oder ausschließliche Wirtschaftszonen von Anrainerstaaten – Russland, Finnland, Schweden, Deutschland und Dänemark – gebaut werden. Dem Unternehmen Nord Stream 2 AG fehlt nur die Baugenehmigung von Dänemark.   

    Am 10. August hatte die Nord Stream 2 AG nach eigenen Angaben bei der Energieagentur Dänemarks einen Antrag auf den Bau der geplanten Pipeline auf einer alternativen Route eingereicht und einen EIA-Bericht über den Umwelteinfluss der Trasse (Environmental Impact Assessment) beigelegt. Die neue Route soll eine Länge von 175 Kilometern aufweisen und durch die ausschließliche Wirtschaftszone nordwestlich der Insel Bornholm unter Umgehung der Hoheitsgewässer Dänemarks verlaufen.

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    Tags:
    Gaslieferung, Umwelt, Pipeline, Genehmigung, Bau, Nord Stream 2, Nord Stream 2 AG, Dänemark, Deutschland, Russland