04:00 05 Dezember 2020
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    Die Ukraine muss auf die zentrale Versorgung der Bevölkerung mit Warmwasser zugunsten eines autonomen Systems verzichten. Diese Meinung äußerte Maria Jakowlewa, Mitglied des Kollegiums der Staatlichen Agentur für Energieeffizienz und -einsparung, am Samstag gegenüber dem Portal „Obozrevatel“.

    In ihrem Kommentar zu einem diesbezüglichen Vorschlag des ukrainischen Vize-Premiers Gennadi Subkow sagte sie, diese Reform hätte man schon „vor 20 Jahren“ durchführen sollen.

    „In jeder europäischen Stadt, zumal in jeder Hauptstadt Europas, gibt es zurzeit ein Zonierungssystem und es fehlt praktisch eine zentrale Warmwasserversorgung. Niemand wird die Straßen erwärmen, damit die Leute dafür zahlen“, so Jakowlewa.

    Was mögliche Risiken bei der Durchführung dieser Reform anbelangt, so betonte sie, diese „genialen“ Ideen könnten nur wegen einer unprofessionellen „Umsetzung im Volk“ zum Scheitern gebracht werden.

    Am 10. Juni war in der Ukraine eine neue Fassung des Gesetzes „Über Wohnungs- und Kommunaldienstleistungen“ in Kraft getreten. Expertenschätzungen zufolge können die Neueinführungen einen Anstieg der Tarife für Wohnungs- und Kommunaldienstleistungen um 20 bis 30 Prozent verursachen. 

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    Tags:
    Warmwasserversorgung, Obozrevatel, Gennadi Subkow, Maria Jakowlewa, Ukraine