00:08 18 Oktober 2018
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    Experte: Wie USA ihren Status der Wirtschaftssupermacht verteidigen

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    Wirtschaft
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    Europäische Unternehmen kollidieren mehr und mehr mit diversen Rechtsinstrumenten der USA, die auf jede Weise bestrebt sind, ihren Status als größte Weltwirtschaft zu verteidigen. Dies teilte der Energieexperte, Nicolas Mazzucchi, in einem Interview mit „Atlantico.fr“ mit.

    Er betonte, dass im Jahr 2015 das Unternehmen BNP Paribas mit einer Strafe in Höhe von 8,9 Milliarden Dollar belegt wurde, 2014 mussten SNCF 60 Millionen Dollar und Alstom 772 Millionen Dollar zahlen. Diese Unternehmen werden laut dem Experten von zwei wichtigen Faktoren vereinigt – sie konkurrieren mit US-amerikanischen Körperschaften in technologischen Bereichen der Wirtschaft und sind auf dem Territorium der USA tätig, weswegen sie viel leichter als russische oder chinesische Unternehmen mit Strafen zu belegen sind.

    Darüber hinaus gebe es, wie Mazzucchi behauptet, in der US-Gesetzgebung eine Reihe „exterritorialer Akte“, wie zum Beispiel das Gesetz d’Amato-Kennedy von 1996, das es den US-Behörden ermögliche, europäische Unternehmen leicht zu bestrafen.

    Der Experte sondert zudem die US-Währung und die Aufklärung aus, die für die USA als eine gute Unterstützung beim Druck auf jegliche Unternehmen und beliebige Länder dienen. Der Dollarkurs sei nicht an das Gold gebunden, was den USA einen Hebel zur Druckausübung auf die internationale Wirtschaft verschaffen würde. Sie könnten Sanktionen gegen jeden Betrieb wegen des Handels mit Ländern, die für die USA eine Gefahr darstellen, nur aus dem Grund einführen, weil sie den Handel in Dollar abwickeln.

    Was die Aufklärung anbetrifft, so verwies Mazzucchi auf einen Akt über eine nicht öffentliche Überwachung für Zwecke der Auslandsaufklärung, mit deren Hilfe die USA jegliche Mitteilungen im Interesse der nationalen Sicherheit abfangen können.

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    Tags:
    verteidigen, Weltwirtschaft, Gesetz d'Amato-Kennedy, US-Auslandsaufklärung, Alstom, SNCF, BNP Paribas, Atlantico.fr, Nicolas Mazzucchi, Russland, China, USA