03:15 25 September 2018
SNA Radio
    Elon Musk

    „Müde und ausgebrannt“: Was passiert mit Tesla-Chef Elon Musk?

    © AP Photo / Ringo H.W. Chiu
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    9568

    Das emotionale Interview des Tesla-Gründers Elon Musk in der Zeitung „New York Times“ hat für einen neunprozentigen Absturz der Aktien des E-Autobauers an der Börse gesorgt. Manche Kritiker warnen: Der weltberühmter Visionär ist „müde und ausgebrannt“.

    Während des Gesprächs „kämpfte“ Musk darum, „die Gelassenheit zu bewahren“. „Das letzte Jahr war das schwerste und schmerzhafteste in meiner Karriere. Das war qualvoll“, zitiert die Zeitung den Tesla-Chef. Der 47-Jährige habe Schlafprobleme, arbeite bis zu 120 Stunden pro Woche und habe sogar alle 24 Stunden seines Geburtstags am 28. Juni bei der Arbeit verbracht.

    >>> Mehr zum Thema: Pläne zu Tesla-Börsenausstieg offenbart – Bloomberg

    Elon Musk
    © AP Photo / Chris Pizzello
    „Es gab Zeiten, da habe ich den Betrieb drei oder vier Tage lang nicht verlassen, Tage, wo ich nicht nach draußen gegangen bin. Das ist wirklich zu Lasten der Zeit mit meinen Kindern gegangen. Und mit meinen Freunden.“

    Kurz nach der Veröffentlichung des Interviews stürzte der Tesla-Kurs an der Nasdaq-Börse um knapp neun Prozent ab. Kritiker warnen, dass Musks Führung dem Unternehmen inzwischen mehr schadet als nützt.

    „Angesichts seiner jüngsten Vorstellung kann ich mir nicht vorstellen, dass irgendein Investor bei gesundem Verstand oder irgendein unabhängiges Aufsichtsratsmitglied will, dass er CEO bleibt“, sagte der frühere Vizechairman von General Motors, Bob Lutz, in einer Sendung des TV-Senders CNBC. „Elon ist müde, er ist ausgebrannt. Er hat offensichtlich einige emotionale Probleme.“

    >>> Mehr zum Thema: Überraschender Tweet: Musk lässt Tesla-Aktien abstürzen

    Musk sei nicht „verrückt“, aber „tief menschlich, mit allen positiven und negativen Eigenschaften, die es mit sich bringt“, schreibt die Journalistin Kara Swisher in einem Beitrag für „The New York Times“. Das mache Elon Musk zu einem „Symbol der technologischen Welt“.

    Am 7. August hatte Musk getwittert, dass er einen Rückkauf der Tesla-Aktien erwäge, folglich würde er das Unternehmen von der Börse nehmen und es in ein nicht an der Börse gelistetes Unternehmen verwandeln. Der Tesla-Gründer hat den Preis angegeben: 420 Dollar je Aktie. Dabei ergänzte er, dass sein Beschluss nicht endgültig sei. Der angebotene Preis ist um 23 Prozent höher als der Markpreis Stand 6. August. Kurz nach der Erklärung von Musk hatten Tesla-Papiere um zehn Prozent zugelegt.

    >>> Mehr zum Thema: Mit Hitler-Parodie: Musk verspottet Tesla-Skeptiker – VIDEO

    Zudem präzisierte der Unternehmer, dass der Börsenhandel die Entwicklung der Firma verhindere. Unter anderem sei ihre Aktiennotierung heftigen Kursschwankungen ausgesetzt. Außerdem sei Tesla gezwungen, bei den Regulierungsbehörden Rechenschaft abzulegen, und würde deswegen nicht immer strategisch kluge Entscheidungen treffen.

    Am 2. August hatte Tesla über die Ergebnisse des Unternehmens für das zweite Quartal Rechnung abgelegt. Es hat Rekordverluste erlitten: 717,5 Millionen Dollar, im ersten Quartal waren es dagegen nur 336,4 Millionen. Das hatte mit dem Start des Projekts Model 3 zu tun: Seine Produktion erfordert einen zusätzlichen Kostenaufwand.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Nicht nur für Kinder: Musk kündigt Tesla-Miniauto für Erwachsene an
    Tesla meldet weiteren Rekordverlust
    Mit Russland konkurrieren: Pentagon gibt rund 900 Mio. für künstliche Intelligenz aus
    Musk will erstes Tesla-Werk in Europa bauen – Medien
    Tags:
    Börse, Elektromobil, Elektrofahrzeuge, Elektrobus, Elektroautohersteller, Elektroauto, Elektroantrieb, Elektrisches Auto, Firmen, Business, Unternehmer, The Boring Company, SpaceX, Tesla Motors, Elon Musk, Silicon Valley, USA