11:17 22 September 2018
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    Deutsche Bank droht russischer Regierung mit Abbruch von Beziehungen – Medien

    © REUTERS / Kai Pfaffenbach
    Wirtschaft
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    Die Londoner Filiale der Deutschen Bank hat die russische Regierung um „die neuesten Informationen über ihr Unternehmen“ gebeten, berichtet das russische Wirtschaftsblatt „Wedomosti“.

    Die Bank soll am 27. Juni einen Brief an die Regierung geschickt haben, mit dem sich „Wedomosti“ vertraut gemacht hätte.

    Die Einrichtung habe erklärt, dass sie die Dokumente über ihre Kunden und die zur Verfügung gestellten Dienstleistungen im Rahmen der Compliance-Praxis „Know Your Client“ (dt. Kenne Deinen Kunden) analysiere.

    Demnach sollten Informationen über die Kunden in Übereinstimmung mit den internen Vorschriften der Bank und den Anforderungen der Aufsichtsbehörde aktualisiert werden, hieß es laut dem Blatt in dem Schreiben.

    „Die Unmöglichkeit, die neuesten Informationen über Ihr Unternehmen zu erhalten, kann uns zur Beendigung unserer Geschäftsbeziehungen zwingen“, zitiert die Zeitung das Dokument.

    Die Botschaft weise auch darauf hin, dass die Bank die Beziehungen abbrechen könne, wenn die Regierung sie nicht innerhalb von dreißig Tagen kontaktiere.

    Dieser Zeitraum sei bereits verstrichen und es sei kein Antwortschreiben eingetroffen, berichtet „Wedomosti“ unter Berufung auf anonyme Beamte aus Finanzkreisen.

    Welche Operationen die Bank für die russische Regierung durchgeführt habe, werde im Brief nicht angegeben.

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    Brief, Geschäfte, Abbruch, Beziehungen, Wedomosti, Regierung Moskaus, Deutsche Bank, Russland, London