19:58 12 Dezember 2018
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    Moody’s schätzt Effekt neuer US-Sanktionen gegen Russland

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    Die neuen US-Sanktionen gegen Russland werden die Finanzierung der Regierung oder die Wirtschaft nur begrenzt beeinflussen. Das geht aus einem Bericht der internationalen Ratingagentur Moody’s hervor.

    In dem Dokument heißt es unter anderem: „In den letzten Jahren hat sich der Handel zwischen Russland und den Vereinigten Staaten erheblich verringert, und die russische Regierung hat eine minimale Abhängigkeit von externer Bankfinanzierung. Als Folge wird der Einfluss der kürzlich verhängten Sanktionen mittels Kreditgewährung auf die Finanzierung der russischen Regierung oder die russische Wirtschaft wahrscheinlich relativ begrenzt sein, wenn sie (die Sanktionen) nicht ein Sinken des Vertrauens der Investoren auslösen.“

    Darüber hinaus schätzte die Ratingagentur die Gefahr möglicher Sanktionen gegen russische Staatsbanken ein. Bemerkenswert ist, dass solche Sanktionen wahrscheinlich keine systemweite Bankenkrise verursachen werden, aber Finanzinstitute an der Bereitstellung von Krediten hindern können. Die möglichen Folgen einer Einstellung der US-Beteiligung an russischen Ölprojekten sind laut Moody's aufgrund der geringen Abhängigkeit Moskaus von nicht-traditioneller Ölproduktion begrenzt.

    Die mit dem Fall in Salisbury motivierten US-Sanktionen gegen Russland sind am Montag in Kraft getreten.

    Am 4. März wurden laut der Regierung Großbritanniens der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia in der britischen Stadt Salisbury vergiftet. Großbritannien macht Moskau für den Vorfall verantwortlich und wirft  den Einsatz des Nervenkampfstoffes A234 vor.

    Die Beschuldigungen erwiesen sich als falsch. Der Chef des Geheimlabors des britischen Verteidigungsministeriums sagte, dass Fachleute die Herkunft des Giftstoffes von Salisbury nicht bestimmen konnten. An selben Tag gestand das britische Außenministerium ein, es habe die Schlussfolgerungen über Russlands Beteiligung an der Vergiftung der Skripals unter anderem auf Grundlage eigener Einschätzungen der Informationen gezogen.

    Russland wies die Vorwürfe eines Giftangriffs auf die Skripals entschieden zurück. Der russische Außenminister Sergej Lawrow äußerte, die Causa Skripal zerfalle offensichtlich angesichts der fehlenden Beweise über eine Verwicklung Moskaus.

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    Finanzierung, Gefahr, Einfluss, Sanktionen, Ratingagentur Moody's, Russland