19:05 18 September 2018
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    „Wäre Erschütterung für unsere Bevölkerung“: Minsk lehnt IWF-Kredit ab

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    Wirtschaft
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    Die weißrussische Regierung hat auf das Programm von Strukturreformen im Land verzichtet, das gemeinsam mit dem Internationalen Währungsfonds entwickelt worden ist und mit einem IWF-Kredit unterstützt worden wäre. Das teilte Weißrusslands Finanzminister Maxim Jermolowitsch dem lokalen Sender CTV am Sonntag mit.

    „Zusammen mit IWF-Experten haben wir ein Programm struktureller Reformen entwickelt, das der Politik des IWF entsprechen würde. Im Allgemeinen haben unsere Positionen in den grundsätzlichen Punkten übereingestimmt. Wir hatten das Programm in Sicht, sind uns jedoch über die Verwirklichungsfristen nicht einig geworden“, so der Minister.

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    Der Fonds habe auf einer „kürzeren Frist“ für die Umsetzung der Reformen bestanden. „Der Staatschef (Präsident Alexander Lukaschenko – Anm. d. Red.) wies darauf hin, dass das eine Erschütterung für unsere Bevölkerung wäre und dass das nicht gemacht werden könne. Deshalb hat die Regierung auf das IWF-Programm verzichtet.“

    Jermolowitsch enthüllte außerdem den Plan des Landes, staatliche Bankschuldverschreibungen im Wert von insgesamt bis zwei Milliarden Dollar in den nächsten Jahren an den russischen, chinesischen und anderen lokalen Märkten zu platzieren.

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    Geldmittel, Zinsen, Kredite, Währungssystem, Reformierung, Reform, Währungsreserven, Geld, Markt, Wirtschaft, Politik, Bevölkerung, Reformen, Währung, Kredit, Internationaler Währungsfonds (IWF), Internationaler Währungsfonds (IMF), Alexander Lukaschenko, Minsk, Weißrussland