07:42 20 September 2018
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    Bildschirm mit Ergebnissen des chinesischen Börsenmarkts in Peking (Archivbild)

    Russischer Minister: US-Vorgehen ist Schock für China und Japan

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    Wirtschaft
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    Über die Folgen der US-Handelspolitik hat der russische Wirtschaftsminister Maxim Oreschkin am Mittwoch in Wladiwostok gesprochen. Er sieht eine Abkehr von US-Verbündeten und neue Chancen für den Handel Russlands mit den asiatischen Ländern. Neben China ist vor allem Japan ein zunehmend wichtigerer Partner.

    Der Wirtschaftsminister Russlands, Maxim Oreschkin, hat auf dem Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok den US-Protektionismus im Welthandel gebrandmarkt. Laut Oreschkin verlieren immer mehr Staaten das Vertrauen in den US-Dollar. 

    Die amerikanischen Schutzmaßnahmen zugunsten einheimischer Produzenten würden Russland und China zur Abkehr vom US-Dollar veranlassen, sagte der Minister in Wladiwostok. Beide Staaten hätten ihren gegenseitigen Handel bereits weitgehend auf die Nationalwährungen umgestellt.

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    Aber nicht nur für China, sondern auch für Japan, langjähriger Verbündeter der USA, sei deren Vorgehen ein „Schock“ gewesen, so Oreschkin weiter. „Die Wahrnehmung der globalen Situation durch unsere Partner in Japan und China erfährt einen bedeutenden Wandel.“ Als Reaktion würden diese Länder ihren Handel mit Russland ausbauen.

    Bildschirm mit Geldkurs vor einer Bank in Moskau (Archivbild)
    © Sputnik / Archiv/ Natalja Seliwerstowa

    „In diesem Jahr soll der Handel mit China um 30 Prozent wachsen, der mit Japan um 20 Prozent“, teilte er mit. Er erwarte, dass der russisch-japanische Handelsumsatz zum Jahresende die Marke von 20 Milliarden US-Dollar erreichen und damit dem Handelsvolumen Russland-USA gleichkommen wird.

    Das Östliche Wirtschaftsforum Wladiwostok findet vom 11. bis 13. September statt. Unter den ranghohen Teilnehmern sind der russische Präsident Wladimir Putin, der chinesische Staatschef Xi Jinping, der japanische Premierminister Shinzo Abe und der südkoreanische Regierungschef Lee Nak-yeon.

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    Tags:
    Wladiwostok, Japan, USA, Russland, China