06:25 19 November 2018
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    Rubel, Dollar (Archivbild)

    Kommt Totalverzicht auf Dollar? Russlands Parlament nimmt Stellung

    © Sputnik / Maxim Bogodwid
    Wirtschaft
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    Der Vorsitzende des Finanzausschusses der Staatsduma (Russisches Parlamentsunterhaus) Anatoli Aksakow hat den vom Chef der größten russischen Außenhandelsbank VTB, Andrej Kostin, vorgelegten Plan zum Verzicht auf Dollar gegenüber Sputnik kommentiert.

    In einem Interview mit der russischen Zeitung „Iswestija“ stellte Kostin einen Plan zur „Dedollarisierung“ vor, der mehrere Schritte in verschiedenen Bereichen umfasst. Demzufolge soll der Übergang zu Verrechnungen bei Export- und Importoperationen in anderen Währungen, darunter Euro, Yuan und Rubel, beschleunigt werden.

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    Zweitens sollen laut Kostin die größten russischen Unternehmen in Russland umregistriert werden. Zum vierten Punkt gehört die Entwicklung eines russischen Clearinghauses für die Verwaltung von Eurobonds. Viertens sollen alle Teilnehmer des Aktienmarktes lizenziert werden, sodass alle nach einheitlichen Regeln arbeiten würden.

    „Ich denke, diese Vorschläge sind vernünftig. Sie sind nicht auf die Rettung des Bankensystems, sondern auf die Verwirklichung der Maßnahmen gerichtet, die unser System unabhängig von einem äußeren Einfluss machen werden“, sagte Aksakow.

    Die Finanzprozesse sollen demnach von „äußeren Entscheidungen unabhängig gemacht“ werden. „Alle verstehen, dass die Verrechnungen in Dollar für unsere Exportwaren ein Risiko bedeuten, darunter auch für die Exporteure“.

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    Unter den derzeitigen Verhältnissen werde der Verzicht auf Dollar schneller vollzogen. Die Situation werde sich im Laufe von drei bis fünf Jahren drastisch ändern. „Dazu noch erwarten wir nicht, dass die Sanktionen in der nächsten Zukunft aufgehoben werden. Am wahrscheinlichsten werden sie nur verschärft“, so der Abgeordnete.

    Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen haben sich wegen der dramatischen Situation in der Ukraine verschlechtert. Die westlichen Länder verhängten etliche Sanktionen gegen Russland, woraufhin Moskau Gegenmaßnahmen eingeleitet hat. Es erklärte zudem, dass die Sprache der Sanktionen kontraproduktiv sei.

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