01:35 20 Oktober 2018
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    Ein US-Tanker mit Flüssiggas an Bord erstmals in Europa

    US-Energieminister klärt Einwände gegen Nord Stream 2 – Interview mit „Kommersant“

    © REUTERS / Agencja Gazata/Cezary Aszkielowicz
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    Mögliche US-Sanktionen gegen Russland wegen der Gaspipeline Nord Stream 2 sind laut US-Energieminister Rick Perry in erster Linie vom Transit russischen Gases über die Ukraine abhängig. Die Version, dass Amerikaner mehr Flüssiggas (LNG) nach Europa liefern wollen und nur deswegen dem Projekt Hindernisse bereiten, bezeichnete Perry als „Quatsch“.

    Wäre es tatsächlich so gewesen, würde Washington auch der Trans-Adria-Pipeline (TAP) im Wege stehen, erläuterte Perry in einem Interview mit der russischen Zeitung „Kommersant“. Obwohl die Kapazitäten der Trans-Adria-Pipeline kaum mit Nord Stream 2 verglichen werden könnten, sei es nicht richtig zu sagen, dass es allein an der Aufstockung von LNG-Lieferungen liege.

    Laut Perry seien weitere Aktivitäten Russlands zur Beibehaltung des Gastransits über die Ukraine „sehr wichtig“. Zuvor hatte der russische Präsident, Wladimir Putin, mitgeteilt, der Transit würde teilweise aufrecht bleiben. 

    Wie der US-Minister weiter erklärte, wollten 26 EU-Länder mit Ausnahme von Deutschland und Österreich US-Flüssiggas kaufen. Dabei betonte er, es sei riskant, sich auf eine einzige Energiequelle zu verlassen. Denn wegen Naturkatastrophen oder aus politischen Gründen könnten die Lieferungen eingestellt werden. 

     

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    Tags:
    Erdgas, Lieferungen, Flüssiggas, Transadriatische Pipeline (TAP), Nord Stream 2, Wladimir Putin, Rick Perry, Europäische Union, Ukraine, Russland, USA