02:40 17 Oktober 2018
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    So helfen neue US-Sanktionen russischer Wirtschaft – Bloomberg

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    Wirtschaft
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    Die neuen US-Sanktionen zwingen russische Unternehmer dazu, ihre Aktiva in einheimische Banken zu überweisen. Dies berichtet die US-Nachrichtenagentur „Bloomberg“ mit Verweis auf mit der Situation vertraute Quellen.

    Ein schneller Abzug von Finanzmitteln habe begonnen, nachdem die Unternehmen von Oleg Deripaska und von Wiktor Wekselberg Milliarden in nur wenigen Stunden verloren hätten. Dabei hätten die Unternehmer Angst, diese Tendenz werde weiter nur steigen, schrieb „Bloomberg“.

    „Das hat gezeigt, wie jedes internationale Geschäft innerhalb einer Sekunde in die Knie gezwungen werden kann“, sagte Wjatscheslaw Smoljaninow, Stratege bei BCS Global Markets in Moskau, gegenüber der Agentur. „Das war ein echter Augenöffner für viele Tycoons“.

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    Nach Angaben von „Bloomberg“ ist es bislang schwer, das Ausmaß der Rückführung von Finanzmitteln nach Russland einzuschätzen. Aber die Sberbank, der größte Kreditgeber Russlands, habe einen Anstieg der Unternehmenseinlagen in allen Währungen um 17 Prozent von Januar bis August auf umgerechnet rund 98 Milliarden Dollar gemeldet. Das beweise die Rückführung vom Geldvermögen nach Russland.

    Außerdem verwies „Bloomberg“ darauf, die neuen US-Sanktionen hätten dazu geführt, dass viele russische Exporteure, die lange Zeit hauptsächlich in Dollars gehandelt hätten, Schritte unternehmen würden, um ihre Verwendung der US-Währung zu minimieren. Sie würden immer noch erhebliche Mengen an Dollar und Euro für kommerzielle Zwecke halten, würden aber anfangen, Rubel für Notfälle oder zukünftige Auszahlungen an ihre Besitzer zu lagern.

    Deswegen helfe die Trump-Regierung Wladimir Putin dabei, ein Ziel zu erreichen, das ihm seit fast zwei Jahrzehnten entgehe, nämlich die russischen Milliardäre dazu zu bringen, einen Teil ihrer Vermögenswerte nach Russland zu repatriieren, unterstrich die Agentur.

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    Tags:
    Unternehmen, Euro, Dollar, Rubel, US-Sanktionen, Investitionen, Rückführung, Finanzmittel, Bloomberg, Donald Trump, Wladimir Putin, USA, Russland