05:48 19 Oktober 2018
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    die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt-am-Main (Archiv)

    EZB warnt vor Finanzkrise durch Cyber-Angriffe

    © AP Photo / Michael Probst
    Wirtschaft
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    Die Europäische Zentralbank (EZB) hält durch Hacker-Angriffe ausgelöste Finanzkrisen in der Zukunft für möglich. Das erklärte laut Reuters der EZB-Direktor Benoit Coeure dem „Tagesspiegel“, wie aus einem am Sonntag veröffentlichten Vorabbericht hervorgeht.

    Demnach sehe die EZB die Möglichkeit, dass die nächste Finanzkrise durch eine Cyberattacke ausgelöst werden könnte.

    „Derzeit konzentrieren wir uns bei der EZB stark auf Cybersicherheit“, erklärte Coeure in diesem Zusammenhang dem „Tagesspiegel“.

    Dies liege auch an drohenden Hacker-Angriffen.

    Deshalb seien kontinuierliche Investitionen nötig, um das Finanzsystem vor solchen Angriffen zu schützen.

    Dazu habe die EZB ein Rahmenwerk für simulierte Hackerangriffe im Finanzsektor entworfen.

    Geldinstitute müssen Angriffe auf ihre Systeme melden“, zitiert Reuters Coeure.

    „In den kommenden Jahren werden wir noch sehr viel mehr Initiativen in dieser Richtung sehen.“

    Seit der Finanzkrise vor zehn Jahren habe sich viel getan, um das Finanzsystem stabiler zu machen, jedoch seien weitere Maßnahmen notwendig. So seien Teile des Finanzsystems, etwa Schattenbanken, noch nicht angemessen reguliert.

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    Tags:
    Finanzsystem, Hackerangriff, Europäische Zentralbank (EZB), EU