13:23 15 Oktober 2018
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    Bau der Pipeline Turkish Stream (Archiv)

    Kiew nennt Folgen von Start des zweiten Stranges von Turkish Stream

    © Foto: TurkStream
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    Die Inbetriebnahme des zweiten Stranges der Gas-Pipeline Turkish Stream wird laut dem Chef des ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz, Andrej Kobolew, zur Verringerung des Gastransitvolumens durch das ukrainische Territorium führen.

    „Der (zweite) Strang von Turkish Stream ist so bedrohlich wie Nord Stream. Er ist dem Volumen nach kleiner, aber die Bedrohung ist vom Prinzip her ähnlich, und zwar ist es der Abbau des Gastransitvolumens von der Ukraine und dessen Umstellung auf eine andere Route“, sagte er.

    Laut Kobolew ist es für Kiew schwierig, mit Ankara zu dieser Frage Verhandlungen zu führen. Trotzdem hoffe er darauf, dass die EU nicht auf den Gastransit durch die Ukraine verzichten werde. Und in diesem Fall wäre der Start des zweiten Stranges von Turkish Stream sinnlos.

    Die Pipeline Turkish Stream besteht aus zwei Strängen mit einer Durchsatzkapazität von je 15,75 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr. Der Unterwasserteil der Leitung wird etwa 930 km lang sein. Die Pipeline führt von der russischen Schwarzmeerstadt Anapa zur Ortschaft Kıyıköy im türkischen Thrakien. Das durch den ersten Strang zu transportierende Gas ist ausschließlich für die Türkei bestimmt. Der zweite Strang soll laut ursprünglichen Plänen bis zur Grenze zwischen der Türkei und der EU verlängert werden.

    Für den Bau des Unterwasserteils der Pipeline, mit dem am 7. Mai 2017 begonnen wurde, ist die 100-prozentige Gazprom-Tochter South Stream Transport B.V. zuständig.

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    Tags:
    Turkish Stream, Naftogaz, Andrej Kobolew, EU, Türkei, Ukraine