01:00 18 Oktober 2018
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    Nord Stream 2: Wintershall unterstützt alternative Route

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    Das deutsche Unternehmen Wintershall ist bereit, sich an der Finanzierung des Baus von Nord Stream 2 auf einer alternativen Route zu beteiligen, sollte Dänemark keine Genehmigung für das Projekt erteilen. Dies teilte das Vorstandsmitglied des Unternehmens, Thilo Wieland, den Medien mit.

    „Als Finanzinvestoren unterstützen wir das Projekt, wir werden eindeutig die beiden alternativen Varianten des Baus unterstützen“, sagte er.

    Das Projekt Nord Stream 2 sieht die Verlegung von zwei Strängen der Gaspipeline mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr von der russischen Küste durch die Ostsee bis nach Deutschland vor. Die Route führt durch die Hoheitsgebiete oder ausschließlichen Wirtschaftszonen der Ostsee-Anrainer Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland. Unter den genannten Ländern bleibe nur noch Dänemark, von dem die Genehmigung ausstehe.

    Das Betreiber-Unternehmen, die Nord Stream 2 AG, hatte im August einen Antrag für die alternative Route zur Verlegung der Gaspipeline Nord Stream 2 eingereicht, wobei es parallel auf die Genehmigung für den Bau der Hauptroute von den dänischen Behörden wartet.

    Heute sind bereits etwa 50 Kilometer des Meeresabschnitts der Pipeline in Finnland und Deutschland errichtet. Dies teilte der Chef des österreichischen Unternehmens OMV, Rainer Seele, dessen Unternehmen ebenfalls ein Aktionär der Nord Stream 2 AG ist, der Presse mit.

    Ihm zufolge kann Dänemark die Genehmigung im nächsten Jahr erteilen.

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    Tags:
    alternative Route, verlegen, Genehmigung, Gaspipeline, Nord Stream 2 AG, OMV, Wintershall, Thilo Wieland, Rainer Seele, Baltisches Meer, Dänemark, Schweden, Finnland, Deutschland, Russland